*** Die Kommentarfunktion für Beiträge ist freigeschaltet. Bitte nutzen! ---   Das AKWA Journal ist auch unter der Adresse wildwester.de zugänglich.  Die bisherigen Adressen bleiben aktiv. - Mehr zum Western zudem in der AKWA Journal : Western Facebook-Gruppe .  ***

Donnerstag, 19. März 2026

Der Western im Film - Die 1960er Jahre Django (Löchel),

Django

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Django (1966)

Die Halbmexikanerin Maria (Loredana Nusciak) wird von einer Handvoll mexikanischer Banditen an einer Brücke über einen Sumpf gefesselt und ausgepeitscht, weil sie vor ihnen fliehen wollte.

Kurze Zeit später erscheinen fünf Südstaatler mit roten Kapuzen auf, die die Mexikaner erschießen, und danach Maria kreuzigen und verbrennen wollen.

Da taucht plötzlich der wortkarge Einzelgänger Django (Franco Nero) auf, der einen Sarg hinter sich herzieht. Er erschießt die Amerikaner und befreit Maria.

Zusammen mit ihr erreicht Django die nächstgelegene Stadt Nogales, die an der Grenze zu Mexiko liegt, wo er im örtlichen Saloon, ein Zimmer nimmt, das ihm der Wirt Nataniele (Ángel Álvarez) nur sehr widerwillig gibt.

Von dem Wirt erfährt Django, dass die Bewohner der Stadt durch die Streitigkeiten zwischen mexikanischen Revolutionären und den Südstaatlern unter Führung von Major Jackson vertrieben worden sind.

Während Django isst, erscheint Bruder Jonathan (Gino Pernice), einer von Jacksons Leuten, um vom Wirt Schutzgeld einzutreiben.

Jonathan meldet Jackson Djangos Ankunft, während dieser gerade dabei ist, an weglaufenden Mexikanern Schießübungen durchzuführen. Daraufhin erscheint der Major mit einer Handvoll Leuten im Saloon und fordert Django heraus.

Django macht jedoch mit Jacksons Leuten kurzen Prozess, lässt den Major allerdings laufen und fordert ihn auf, am nächsten Tag mit all seinen verbliebenen Männern wieder zu kommen.

Nachdem Django die Nacht mit Maria verbracht hat, taucht Jackson am nächsten Tag tatsächlich mit seiner gesamten Truppe von 48 Leuten auf.

Django öffnet nun zum ersten Mal seinen Sarg und tötet mit der herausgeholten Gatling Gun (einer Art Maschinengewehr) fast alle Gegner. Jackson lässt er allerdings erneut am Leben.

Während der Wirt die Toten auf dem örtlichen Friedhof bestattet, besucht Django dort das Grab seiner Frau, die – wie sich herausstellt – von Major Jackson getötet wurde.

Unterdessen taucht Jacksons mexikanischer Kontrahent, der Revolutions-General Hugo Rodriguez (José Bódalo), in der Stadt Nogales auf, der im Saloon Bruder Jonathan das rechte Ohr abschneidet und ihn danach erschießt.

Als sich Django und Rodriguez im Saloon begegnen, stellt sich heraus, dass die beiden sich kennen, weil Django dem General einst im Gefängnis das Leben gerettet hat.

Django erzählt Rodriguez, dass Jackson sein gesamtes Vermögen in Gold auf einem Stützpunkt der mexikanischen Armee hinter der mexikanischen Grenze in Sicherheit bringen will.

Daraufhin schmieden Django und Rodriguez zusammen einen Plan, um Jacksons Gold zu stehlen…

Während der Produktion des Films „Ringo mit den goldenen Pistolen“ (Originaltitel: „Johnny Oro“, 1965) wurde der Regisseur SERGIO CORBUCCI von dem Produzenten Manolo Bolognini, der zuvor als Produktionsleiter von Pier Paolo Pasolini gearbeitet hatte, gebeten, einen Italo-Western zu schreiben und zu inszenieren.

Corbucci, der einen Film drehen wollte, der von Akira Kurosawas "Yojimbo – Der Leibwächter" (1961) inspiriert war, nahm das Angebot von Bolognini an, da er mit „DJANGO“ zugleich einen Film drehen wollte, der mit dem Erfolg des Italo-Westerns „FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR“ mithalten konnte.

Sergio Corbucci schrieb die ersten Entwürfe der Geschichte zusammen mit seinem Freund Piero Vivarelli, beginnend mit der Schlussszene des Films.

Die ‚Zerstörung‘ der Hände von Django vor dem finalen Duell wurde von Corbuccis vorherigem Film „Minnesota Clay“ (1964) beeinflusst, in dem es um einen blinden Protagonisten geht, der versucht, seine Behinderung zu überwinden.

Ursprünglich wollte Corbucci MARK DAMON, der die Titelfigur im Italo-Western „JOHNNY ORO“ gespielt hatte, für die Rolle des Django gewinnen, aber Damon hatte einen Terminkonflikt und musste absagen.

Bolognini zog FRANCO NERO und Peter Martell für die Rolle in Betracht und beschloss schließlich, Fulvio Frizza, den Chef von Euro International Films, anhand von Fotos den Schauspieler auswählen zu lassen.

Frizza entschied sich für Nero, der sich aber zuerst dagegen sträubte, in dem Film aufzutreten, da er lieber Rollen in ‚ernsteren‘ Filmen spielen wollte. Schließlich überredeten ihn seine Agentin Paola Petri und deren Mann, der Regisseur Elio Petri, die Rolle anzunehmen.

Der Erfolg des Italowesterns „DJANGO“ machte den italienischen Schauspieler FRANCO NERO zum Star.

In Deutschland startete der Italo-Western „DJANGO“ im November 1966 in einer gekürzten und entschärften Fassung, in der zum Teil auch die Dialoge inhaltlich verändert wurden.


© by Ingo Löchel

Django

(Originaltitel: Django) - Italien/Spanien 1966


Stab

Regie: Sergio Corbucci

Drehbuch: José Gutiérrez Maesso und Piero Vivarelli

Kamera: Enzo Barboni

Schnitt: Nino Baragli und Sergio Montanari

Musik: Luis Bacalov


Darsteller

Franco Nero als Django

Loredana Nusciak als Maria

José Bódalo als General Hugo Rodriguez

Ángel Álvarez als Nataniele

Gino Pernice als Jonathan (als Jimmy Douglas)

Simón Arriaga als Miguel

Giovanni Ivan Scratuglia als einer von Jacksons Leuten

Remo De Angelis als Ricardo (als Erik Schippers)

Rafael Albaicín als Rodriguez' Handlanger

José Canalejas als Jose Canalecas

Eduardo Fajardo als Major Jackson

Luciano Rossi als Miguel II

José Terron als Ringo


FSK: Ab 16 Jahren (Deutsche Kinofassung)

FSK: Ab 18 Jahren (Originalfassung)


Laufzeit:

87 Minuten (Deutsche Kinofassung)

91 Minuten (Originalfassung)


Deutscher Kinostart: Am 2. November 1966




© by Ingo Löchel - Mehr von Ingo ist im BLACK STONE MAGAZINE (extern) zu lesen, welches vor ein paar Tagen sein 'Fünfjähriges' Jubiläum feiern konnte.-KJR-