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Donnerstag, 9. April 2026

Die Karl May-Filme: Winnetou 1 (Löchel)

Die Karl May-Filme : Winnetou 1

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Winnetou 1 (1963)



Nachdem Schwarzer Adler in die Hände des Banditen Santer (Mario Adorf) und seiner Leuten gefallen ist, wird er von ihnen gefoltert, die herauszufinden wollen, woher die Apatschen ihr Gold holen.

Doch der junge Apachenkrieger weigert sich die Information herauszugeben und wird daraufhin von einen der Banditen erschossen.

Unterdessen beobachtete der Häuptlingssohn Winnetou (Pierre Brice), dass die „Great Western Railway“ gegen alle Abmachungen eine Eisenbahnlinie durch das Apachengebiet baut.

Dagegen hatte Old Shatterhand (Lex Barker), ein deutscher Vermessungsingenieur, den entsprechenden Streckenabschnitt für die Eisenbahnlinie so vermessen, dass er im Halbkreis um das Gebiet der Apachen herumführt.

Daher wird er in Chicago von Chefingenieur Winter beauftragt, die Einhaltung des Generalplans zu kontrollieren.

Mit einem Versorgungstreck aus El Paso, dem sich die drei Scouts Sam Hawkens (Ralf Wolter), Dick Stone (Demeter Bitenc) und Will Parker (Husein Čokic) anschließen, zieht Old Shatterhand zum Eisenbahnerlager.

Doch auf dem Weg dorthin greifen die Kiowas, die mit Santer unter einer Decke stecken, den Wagenzug an, werden aber in die Flucht geschlagen.

Nachdem Old Shatterhand im Eisenbahnerlager eingetroffen ist, kommt er den betrügerischen Machenschaften des Bauunternehmers Bancroft (Branko Špoljar) auf die Schliche. Dieser und sein Teilhaber Santer wollten durch die Verkürzung der Strecke einige hunderttausend Dollar der Baukosten einsparen und sich heimlich einstecken.

Daraufhin stellt Old Shatterhand den Vermesser Bill Jones (Walter Barnes) zur Rede, der die Bahn nach dem von Bancroft gefälschten Plan gutgläubig absteckt hat, obwohl sie widerrechtlich durch das Gebiet der Apachen führt.

Während er Jones anweist, das gesamte Material zur ursprünglich geplanten Strecke abzutransportieren, tauchen Winnetou und sein Mentor Klekih-petra (Hrvoje Svob) im Eisenbahnlager auf.

Während Old Shatterhand mit ihnen verhandelt, erscheint plötzlich Santer mit seinen Leuten. Er erschießt Klekih-petra, nimmt Winnetou gefangen und liefert ihn an die Kiowas aus, die die Todfeinde der Apachen sind.

Doch in der Nacht gelingt es Old Shatterhand, Winnetou vom Marterpfahl der Kiowas loszuschneiden. Dabei gibt er sich zwar nicht zu erkennen, nimmt aber Winnetous Amulett, eine Kette mit einer Grizzlybärenkralle, an sich.

Nach der Befreiung Winnetous ziehen Old Shatterhand und die Bahnarbeiter nach Roswell, wo sich Santer und seine Leute im Saloon verbarrikadiert haben. Nach einem verlustreichen Kampf, kann der Saloon schließlich mit Hilfe einer umgeleiteten Lokomotive gestürmt werden.

Doch bevor sie Santer in die Hände bekommen können, greifen die Apachen die Stadt Roswell an, um sich für den Tod Klekih-petras an den Weißen zu rächen…


Nach dem großen Erfolg von „DER SCHATZ IM SILBERSEE“ wurde mit „WINNETOU 1. TEIL“ bereits die nächste „KARL MAY“-Verfilmung geplant, deren Drehbuch in der ersten Juniwoche 1963 fertiggestellt wurde, so dass die Dreharbeiten zum Film unter der Regie von HARALD REINL mit LEX BARKER und PIERRE BRICE in den Hauptrollen am 1. Juli 1963 in Jugoslawien beginnen konnten.

Nachdem „WINNETOU 1. TEIL“ am 11. Dezember 1963 in den westdeutschen Kinos startete, wurde der Film wie „DER SCHATZ IM SILBERSEE“ ein Riesenerfolg an den Kinokassen, so dass der der „KARL MAY“-Film am 17. September 1964 mit der „Goldenen Leinwand“ für über drei Millionen Besucher innerhalb von 12 Monaten ausgezeichnet wurde.

Hinzu kam 1965 ein "BAMBI" in der Kategorie "Kassenstärkster Film national" für den geschäftlich erfolgreichsten Film 1964.

1967 brachte die Constantin eine um sieben Minuten gekürzte Fassung mit der neuen Altersfreigabe von 6 Jahren heraus.

Mit „WINNETOU 1. TEIL“ präsentiert der Regisseur HARALD REINL eine atmosphärisch dicht inszenierte Westernverfilmung, die insbesondere durch die sehr gelungenen und realistischen Reiter- und Kampfszenen punkten kann.

Einer der Höhepunkte der „KARL MAY“-Verfilmung von HARALD REINL ist ohne Zweifel die totale Zerstörung des Western-Saloons der Stadt Roswell durch eine echte Lokomotive, wobei bei dieser Szene erschwerend hinzukam, dass sie von der Filmcrew nur ein einziges Mal gedreht werden konnte, denn danach war der Saloon total zerstört.

© by Ingo Löchel


Winnetou 1. Teil

BRD/Jugoslawien/Italien 1963


Stab

Regie: Harald Reinl

Drehbuch: H. G. Petersson

Kamera: Ernst W. Kalinke

Schnitt: Hermann Haller

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Lex Barker als Old Shatterhand

Pierre Brice als Winnetou

Mario Adorf als Santer

Marie Versini als Nscho-tschi

Walter Barnes als Bill Jones

Ralf Wolter als Sam Hawkens

Mavid Popović als Intschu-tschuna

Hrvoje Svob als Klekih-petra

Branko Špoljar als Bancroft

Chris Howland als Jefferson Tuff-Tuff

Nikša Stefanini als Bullock

Dunja Rajter als Belle

Antun Nalis als Barkeeper Hicks

Husein Čokic: als Will Parker

Demeter Bitenc als Dick Stone


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 101 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 11. Dezember 1963 


© by Ingo Löchel - Mehr von Ingo ist im BLACK STONE MAGAZINE (extern) zu lesen. -KJR-

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