| Willkommen in der Hölle. Der Italowestern im Überblick Christian Kessler Terrorverlag 2002 (330 pp., ill. - 30 cm) ISBN: 3-00-009290-0 Das für mich beste deutsche Buch zum Thema, pointierte Besprechungen, sehr kurzweilig zu lesen. Der Italo Western - Schauplatz unzähliger Mythen und existentieller Kämpfe - ist heute selbst zum Mythos geworden. In einer Zeit identitätsloser Massenware erinnert man sich gerne an die Helden eines Genres, welches politische Aussagen mit brutalen Bildern verband. Meist mit geringen Budgets gedreht dafür aber ungeheuer einfallsreich ritten die Helden Cinecittas durch die Weiten Almerias auf der Suche nach Gold, Abenteuern und - zumeist - Rache... Der bekannte Filmjournalist Christian Kessler rezensiert in diesem Werk auf seine ihm eigene humorvolle Art all die großen und kleinen Produktionen, womit zum ersten mal eine umfassende Abhandlung über das Genre vorliegt. Daß dabei Information und Unterhaltung Hand in Hand gehen, ist bei dem Autor selbstverständlich. (Werbetext) |
| Für ein paar Leichen mehr. Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute. Stark erweiterte und aktualisierte Neuausgabe des Standardwerks Ulrich P. Bruckner Berlin : Schwarzkopf & Schwarzkopf 2006 (731 pp, ill. - 24 cm) ISBN: 978-3-89602-705-4 Das 'Standardwerk', umfangreich und gut, aber eher 'trockener' Schreibstil. Die Neuauflage des großformatigen Buches »Für ein paar Leichen mehr – Der Italo-Western von seinen Anfängen bis heute« berichtet über das wohl einflussreichste und erfolgreichste Filmgenre, das es in Italien je gegeben hat. Die Rede ist von den über 400 verschiedenen Western, die zum Großteil in der Zeit von 1963 – 1975 in den spanischen Sand- und Hügellandschaften und in der Umgebung von Rom entstanden sind. Der Band erzählt die Geschichte des Italo-Western, angefangen von den Frühwerken wie z.B. »Die letzten zwei vom Rio Bravo« (Regie: Mario Caiano), über die einflussreichsten Filme wie »Für eine Handvoll Dollar« (Regie: Sergio Leone) und »Django« (Regie: Sergio Corbucci) und über die Revolutionswestern und Großproduktionen wie »Töte, Amigo« (Damiano Damiani) und »Spiel mir das Lied vom Tod« (Regie: Sergio Leone) bis hin zu den Spätwestern wie »Verdammt zu leben – verdammt zu sterben« (Regie: Lucio Fulci) und »Keoma« (Regie: Enzo G. Castellari). Natürlich dürfen auch die Comedy-Western wie »Vier Fäuste für ein Halleluja« (Regie: E. B. Clucher) und »Mein Name ist Nobody« (Regie: Tonino Valerii) nicht fehlen. Diese überarbeitete Neuauflage des Buches enthält eine Fülle von neuen Fotos, viele Ergänzungen und Verbesserungen sowie erstmalig einen Farbteil mit sehr seltenen Fotos der damaligen Setfotografen. Ebenfalls neu ist ein Titelregister aller enthaltenen Filme, um das Auffinden jedes Films zu erleichtern. Das Buch bietet einen umfassenden Gesamtüberblick über dieses beliebte Filmgenre inklusive wichtiger Informationen über Regisseure, Darsteller, Drehbuchautoren und Kameramänner. Ein eigenes Kapitel ist der Musik dieser Filme gewidmet, inklusive der Kurzbiografien von diversen Komponisten. (Werbetext) |
| Leichen pflastern ihren Weg. Italo-Western-Lexikon Ulrich P. Bruckner Koch Media [2005] (251 pp., ill. - 19 cm) ISBN: - Das Buch war nicht im Buchhandel erhältlich. Es war Bestandteil der DVD-Box (4 DVDs + Bonus-Material + Buch): Sergio Sollima - Italo-Western Box Der "kleine Bruckner". - Ein schönes handliches Buch, mit zahlreichen farbigen Fotos und vielen, wenn auch eher knappen Informationen zu den Filmen. |
Online zu empfehlen: The Spaghetti Western Database. Es gibt weitere, auch fremdsprachige Bücher zu den Spaghetti-Western, die vielleicht einmal in einem anderen Beitrag vorgestellt werden.
| © by Karl Jürgen Roth |



