Der Western im Film - Die 1960er Jahre
Hundert Gewehre (1968)
Hilfssheriff
Lyedecker (Jim Brown) macht sich nach Mexiko auf, um den Indio Joe
Herrera (Burt Reynolds) wegen eines Banküberfalls zu verhaften.
Dabei gerät er
in die Wirren des mexikanischen Bürgerkriegs und trifft dabei auf
die schöne Revolutionärin Sarita (Raquel Welch)
Die mexikanische
Regierung plant die totale Vernichtung der Indianer, was Lyedecker
nicht untätig mit ansehen kann.
Er schließt
sich der Revolution an, um gemeinsam mit Joe und Sarita den
sadistischen General Verdugo (Fernado Lamas) zu besiegen.
Nachdem BURT
REYNOLDS die Dreharbeiten zu den Filmen
- "HAI"
(Dreharbeiten 1967 in Mexiko)
- "FADE-IN"
(Dreharbeiten ab Juli 1967)
- "AUF DER JAGD
NACH DEM VERLORENEN GOLD" (Dreharbeiten ab dem 15. Januar 1968
auf den Philippinen)
- sowie "SAM
WHISKEY" (Dreharbeiten ab dem 22. April 1968 in den Universal
Studios)
beendet hatte,
reiste der Schauspieler nach Almeria in Spanien, wo 1968 die
Dreharbeiten zu seinem nächsten Film, dem Western "100 GEWEHRE
begannen.
Reynolds Co-Stars
waren JIM BROWN und RAQUEL WELCH, der 1966 mit dem SF-Film "DIE
PHANTASTISCHE REISE" der Durchbruch als Schauspielerin gelungen
war.
Die Regie zu "100
GEWEHRE", der auf dem Roman "THE CALIFORNIO" von
Robert McLeod basiert, übernahm TOM GRIES ("Herrscher der
Insel", "Der Mann ohne Nerven"), der 1967 den Western
"DER VERWEGENE" mit CHARLTON HESTON gedreht hatte.
Zudem schrieb der
Komponist JERRY GOLDSMITH die Musik zum Film. "100 GEWEHRE"
war nicht der erste Westernfilm, für den Goldsmith die Musik
komponiert hatte, denn er hatte bereits für die Western "Bandolero"
(1968), "Die fünf Geächteten" (1967) und für "Rio
Conchos" (1964) die Soundtracks geschrieben.
Der Film "100
GEWEHRE" gehört zum Western-Sub-Genre des
"Revolutionswesterns", indem der Hilfssheriff Lyedecker
(gespielt von Jim Brown), in Mexiko unfreiwillig in die Kämpfe der
Revolutionärin Sarita (gespielt von Raquel Welch) und den
Yaqui-Indianer hineingezogen wird.
Denn Lyedecker
verfolgt Joe Herrera (gespielt von Burt Reynolds), der in den USA
einen Banküberfall verübt, und dabei 6.000 Dollar gestohlen hat.
Mit diesem Geld hat
er 100 Gewehre gekauft, um damit die Yaqui-Indianer in Mexiko in
ihrem Kampf gegen General Verdugo zu unterstützen, der die Indianer
ausrotten will.
Punkten kann der
Western "100 GEWEHRE" vor allem durch seine drei
überzeugend agierenden Hauptdarsteller Jim Brown, Burt Reynolds und
Raquel Welch sowie durch seine actionreiche Handlung und durch die
diversen Kämpfe, die dem Zuschauer darin geboten werden.
Hinzu kommt, dass
die Schauspielerin Raquel Welch in dem Film glücklicherweise nicht
das Heimchen vom Herd spielt oder somit
nicht
nur als Anhängsel für Brown und Reynolds zu sehen ist.
Raquel Welch
verkörpert
in ihrer Rolle als
Revolutionärin Sarita, eine sehr kämpferische und eigenständige
Frau, die die aufständischen Yaqui-Indianer im Kampf gegen General
Verdugo anführt.
Im Verlauf der
Handlung des Films muss sie sogar Lyedecker und Herrera vor dem
Erschießungskommando retten.
Man kann also
durchaus sagen, dass die Rolle der Sarita der Schauspielerin Raquel
Welch wie auf den Leib geschrieben wurde.
Leider hat der
Western "100 GEWEHRE" auch mit den einen oder anderen
Mankos zu kämpfen.
So unter anderen,
wenn diverse Verfolgungsszenen durch die Landschaft Mexikos etwas arg
in die Länge gezogen werden. Hier hätte dem Film und dessen
Handlung eine Straffung bzw. eine Kürzung um mindestens zehn Minuten
durchaus gut getan.
© by Ingo Löchel
Hundert Gewehre
(Originaltitel: 100
Rifles)
USA 1968
Stab
Regie: Tom Gries
Drehbuch: Tom Gries
und Clair Huffaker
Kamera: Cecilio Paniagua
Schnitt: Robert L. Simpson
Musik: Jerry Goldsmith
Darsteller
Burt Reynolds als
Yaqui Joe Herrera
Jim Brown als
Hilfssheriff Lyedecker
Raquel Welch als
Sarita
Fernando Lamas als
General Verdugo
Dan O'Herlihy als
Steven Grimes
Hans Gudegast als
Lt. Franz von Klemme
FSK: Ab 16 Jahren
Laufzeit: 109
Minuten
Kinostart: Am 5.
April 1969
| © by Ingo Löchel - Mehr von Ingo ist im BLACK STONE MAGAZINE (extern) zu lesen, welches vor ein paar Tagen sein 'Fünfjähriges' Jubiläum feiern konnte.-KJR- |
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