*** Die Kommentarfunktion für Beiträge ist freigeschaltet. Bitte nutzen! ---   Das AKWA Journal ist seit dem 15. Oktober 2025 auch unter der Adresse wildwester.de zugänglich.  Die bisherigen Adressen bleiben aktiv. - Mehr zum Western zudem in der AKWA Journal : Western Facebook-Gruppe .  ***

Sonntag, 22. Februar 2026

TEX von Ticci und Kubert (Roth)

Comic: TEX



In Deutschland hat die seit 1948 erscheinende - und damit wohl auch international gesehen längste und umfangreichste - italienische Westernserie TEX nie den Bekanntheitsgrad erreicht, den sie eigentlich verdient. Es ist seit den acht Ausgaben des Bildschriftenverlags aus dem Jahr 1971 (Tex Willer) nur verhältnismäßig wenig in deutscher Übersetzung erschienen und dann zumeist leider auch nur in überteuerten kleinen Sammlerauflagen.


Greifen wir zwei Beispiele heraus:
 
Bei den Wuppertaler Kult-Editionen erschien 2002 ein dicker Softcoverband:
  • Der verlorene Pueblo (2002 - 224 pp.)
Der Abdruck erfolgte im klassischen schwarzweiss (wie das italienische Original), das Szenario stammte von Claudio Nizzi, die zeichnerische Umsetzung lag in den Händen von Giovanni Ticci,

Wenig später, aber noch im gleichen Jahr 2002, veröffentlichte der gleiche Verlag dann den ersten Teil des TEX-Abenteuers Die gnadenlosen Vier von Claudio Nizzi (Szenario) und Joe Kubert (Zeichnungen) in Farbe.
  • 1 : Der einsame Reiter (2002 - 47 pp.)
  • 2 : Die Barrett-Brüder (2003 - 47 pp.)
  • 3. Der Revolverheld von Richfield (2003 - 56 pp.)
  • 4. Eine Handvoll Staub (2004 - 82 pp.)

Bei beiden Veröffentlichungen handelte es sich um Ausgaben aus der italienischen - jährlich einmal erscheinenden - großformatigen Paperback-Serie TEX SPECIALE. Der verlorene Pueblo erschien im Original im Juni 1993 als Nr. 7: Il pueblo perduto; Die gnadenlosen Vier im Juli 2001 als Il cavaliere solitario (Nr. 15). - Seitdem sind mehrmals Neuausgaben erschienen.

Giovanni Ticci

Die Originalausgaben wurden jeweils in schwarzweiss als Softcover gedruckt, wobei die deutsche Fassung von Der verlorene Pueblo weitestgehend, was Layout und Ausstattung anbetrifft, dem italienischen Original entspricht; bei Die gnadenlosen Vier hat man bei Kult-Editionen das Original - für mich unverständlich - in vier Alben aufgesplittet und mit einer Kolorierung aufgehübscht. 

Joe Kubert

Der damalige Verkaufspreis für Pueblo war angemessen (10,00 €), der Preis für die vier "Kubert"-Alben dagegen eine Unverschämtheit (1-3: 12,95 €, 4: 17,95 €), also 56,80 Euro für ein Werk, welches in der italienischen Originalfassung gerade einmal 4,65 Euro kostete.

Persönlich fand ich übrigens, was die künstlerische Umsetzung der Szenarios von Claudio Nizzi anbetrifft, die Arbeit des Bonelli-"Hauszeichners" Giovanni Ticci weitaus gelungener als die von Joe Kubert.

Giovanni Ticci
Joe Kubert







© by Karl Jürgen Roth

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen