Die 1960er Jahre
Die "Karl May"-Filme
Der Schut (1964)
Kara Ben Nemsi (Lex Barker) und Hadschi Halef Omar (Ralf Wolter) jagen den grausamen Banditen „Der Schut“, der den Franzosen Henri Galingré (Pierre Fromont), einen Freund von Kara Ben Nemsis verschleppt hat.
Henris Ehefrau Annette (Marianne Hold) schließt sich dem Suchtrupp an, der schließlich ein brennendes Dorf erreicht, dass von dem Schut und seinen Banditen überfallen wurde.
Dort wurde ein alter Bauer gefesselt zurückgelassen, dessen Söhne von den Banditen erschlagen und dessen Tochter Tschita (Marie Versini) von ihnen entführt wurde.
Tschita gelingt es jedoch zu fliehen. Auf ihrer Flucht begegnet ihr die Kutsche des Teppichhändlers Kara Nirwan, den sie bittet, ihr zu helfen.
Nirwan bringt sie in seinem Haus unter und erweist sich zwar als Kavalier, doch sein Verhalten weckt trotzdem Tschitas Misstrauen, die schließlich herausfindet, dass es sich bei Nirwan um den Schut handelt...
Die Dreharbeiten zu der „KARL MAY“-Verfilmung „DER SCHUT“ begannen am 31. März 1964 in Belgrad. Weitere Drehorte waren unter anderem Peć im Kosovo und das Kloster Visoki Dečani.
Innenaufnahmen fanden ab den 5.Mai 1964 in den Avala-Studios in Belgrad statt. Am 22. Juni 1964 wurden die Dreharbeiten zum Film in den Studios der CCC beendet.
Lex Barker wurde während der Dreharbeiten von mehreren Stuntmen gedoubelt. So unter anderem von dem Jugoslawen Mate Ivancović, der sich jedoch während einer Kampfszene am 4. Mai 1964 verletzte.
Ein weiterer Stuntman von Lex Barker war Heiko Sembt-Schroer, der unter anderem einige fehlende Teile des Kampfes mit den Aladschy-Brüdern in den Studios der Berliner Union-Film drehte, da diese über eine Rückprojektionsanlage verfügten.
Nachdem der „KARL MAY“-Film „DER SCHUT“ in den westdeutschen Kinos gestartet war, wurde er wie die Brauner-Verfilmung „OLD SHATTERHAND“ ein Hit an den Kinokassen.
Zudem erhielt der Film am 28. September 1965 eine GOLDENE LEINWAND für über drei Millionen Besucher innerhalb von zwölf Monaten.
© by Ingo Löchel
Der Schut
BRD/ Italien/Frankreich 1964
Regie: Robert Siodmak
Drehbuch: Georg Marischka
Kamera: Aleksandar Sekulović
Schnitt: Ursula Kahlbaum
Musik: Martin Böttcher
Darsteller
Lex Barker als Kara Ben Nemsi
Ralf Wolter als Hadschi Halef Omar
Marie Versini als Tschita
Dieter Borsche als Sir David Lindsay
Chris Howland als Archie
Rik Battaglia als Nirwan
Marianne Hold als Annette Galingré
Maria Grazia Francia als Nirwans Frau
Friedrich von Ledebur als Busra/Mübarek
Renato Baldini als Barud
Pierre Fromont als Henri Galingré
Olga Brajević als Simone
Eva Balas als Nebatja
Nikola Popović als Imer
Jovan Janićijević als Manach
Dusan Perković als Aladschy Bybar
Dusan Janićijević als Omar
FSK: Ab 12 Jahren
Laufzeit: 118 Minuten
Deutscher Kinostart: Am 20. August 1964
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