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Freitag, 29. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Winnetou und das Halbblut Apanatschi (Löchel)

Die Karl May-Filme : Winnetou und das Halbblut Apanatschi

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966)



Winnetou (Pierre Brice) rettet dem kleinen Happy (Marinko Cosić) das Leben, als dieser von einem Adler angegriffen wird, als er für den Geburtstag seiner Schwester Apanatschi (Uschi Glas) eine Adlerfeder besorgen will.

Apanatschi, die Jeff Brown (Götz George) heiraten will, ist die Tochter des Farmers Mac Haller (Walter Barnes) und der Apachin Mine-yota (Marija Crnobori).

Am Tag ihres Geburtstags führt Mac Haller Winnetou und seine Tochter Apanatschi zu einer Goldader und schenkt ihr diese. Apanatschi ist darüber jedoch nicht sonderlich begeistert, denn sie weiß, dass das Gold nur Unglück bringen wird.

Als die beiden Pelzjäger Pinky (Vladimir Leiba) und Sloan (Petar Dobrić) von der Goldmine erfahren, ermorden sie Mac Haller, als dieser nicht verraten will, wo sich diese befindet.

Apanatschi und Happy entkommen den beiden Mördern nur, weil Old Shatterhand (Lex Barker) rechtzeitig eingreift.

Danach werden sie zu ihrer Sicherheit in das Eisenbahnercamp der Trans Continental Rail gebracht.

Unterdessen hat der Bandit Curly-Bill (Ilija Djuvalekovski) von Pinky und Sloan erfahren, dass Apanatschi weiß, wo sich die Goldmine befindet. Er überfällt darauf mit seinen Männern das Eisenbahnercamp und entführt Apanatschi und Happy.

Doch Jeff gelingt es, sich bei den Banditen einzuschleichen. Mit Hilfe der Wirtin Bessie (Nada Kasapić) kann er zusammen mit Apanatschi und Happy durch einen unterirdischen Gang fliehen.

Old Shatterhand hat inzwischen die Bahnarbeiter mobilisiert. Gemeinsam mit Winnetou und Sam Hawkins (Ralf Wolter) werden die Banditen in ihrem Saloon in Rocky-Town angegriffen, wobei aber einigen Verbrechern unter Führung von Curly-Bill die Flucht gelingt. Sie sind nun erneut hinter Apanatschi her


Am 4. April 1966 begannen in Jugoslawien die Dreharbeiten zur „KARL MAY“-Verfilmung „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ unter der Regie von HARALD PHILIPP, die diesmal auf keinem Roman von KARL MAY basierte.

Als am 6. Mai 1966 bei Crvena Luka in der Kulissenstadt „Rocky Town“ Explosionen gedreht wurden, brach ein Feuer aus und zerstörte einen großen Teil der Gebäude, darunter auch den Saloon.

Während des teuren Wiederaufbaus, wurden in der Zwischenzeit unter anderem die Szenen auf der Mac-Haller-Farm neu gedreht, wo nur wenige Teile instand gesetzt werden mussten. Weitere Aufnahmen entstanden im Behelfsatelier von Bibinje.

Am 22. Mai 1966 kehrte die Filmcrew nach Crvena Luka zurück und drehte die letzten Szenen im neu aufgebauten „Rocky Town“. Nach ergänzenden Aufnahmen in den Berliner CCC-Studios konnten die Dreharbeiten am 8. Juni 1966 abgeschlossen werden.

In der „KARL MAY“-Verfilmung „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ erhielt die Schauspielerin USCHI GLAS, die im „EDGAR WALLACE“-Film „DER UNHEIMLICHE MÖNCH“ ihr Filmdebüt gegeben hatte, ihre erste Hauptrolle.

Der etwas oberflächlich gedrehte "KARL MAY"-Film „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ floppte an den Kinokassen. Dieser Western war im Grunde nur ein müder Abklatsch der beiden „KARL MAY“-Filme „DER SCHATZ IM SILBERSEE“ und „WINNETOU I“.

So ähnelte unter anderem der Kampf der Bahnarbeiter in Rocky Town doch sehr den Kämpfen in „WINNETOU I“.

© by Ingo Löchel


Winnetou und das Halbblut Apanatschi

BRD/Jugoslawien 1966


Stab

Regie: Harald Philipp

Drehbuch: Fred Denger

Kamera: Heinz Hölscher

Schnitt: Jutta Hering

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Lex Barker als Old Shatterhand

Pierre Brice als Winnetou

Götz George als Jeff

Ursula Glas als Apanatschi

Walter Barnes als Mac Haller

Ralf Wolter als Sam Hawkens

Mihail Baloh als Judge

Marija Crnobori als Mine-yota

Ilija Djuvalekovski als Curly-Bill

Marinko Cosić als Happy

Petar Dobrić als Sloan

Vladimir Leiba als Pinky

Abdurahman Šalja als Hank

Nada Kasapić als Bessie


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 90 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 17. August 1966


© by Ingo Löchel

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