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Freitag, 29. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Winnetou und das Halbblut Apanatschi (Löchel)

Die Karl May-Filme : Winnetou und das Halbblut Apanatschi

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Winnetou und das Halbblut Apanatschi (1966)



Winnetou (Pierre Brice) rettet dem kleinen Happy (Marinko Cosić) das Leben, als dieser von einem Adler angegriffen wird, als er für den Geburtstag seiner Schwester Apanatschi (Uschi Glas) eine Adlerfeder besorgen will.

Apanatschi, die Jeff Brown (Götz George) heiraten will, ist die Tochter des Farmers Mac Haller (Walter Barnes) und der Apachin Mine-yota (Marija Crnobori).

Am Tag ihres Geburtstags führt Mac Haller Winnetou und seine Tochter Apanatschi zu einer Goldader und schenkt ihr diese. Apanatschi ist darüber jedoch nicht sonderlich begeistert, denn sie weiß, dass das Gold nur Unglück bringen wird.

Als die beiden Pelzjäger Pinky (Vladimir Leiba) und Sloan (Petar Dobrić) von der Goldmine erfahren, ermorden sie Mac Haller, als dieser nicht verraten will, wo sich diese befindet.

Apanatschi und Happy entkommen den beiden Mördern nur, weil Old Shatterhand (Lex Barker) rechtzeitig eingreift.

Danach werden sie zu ihrer Sicherheit in das Eisenbahnercamp der Trans Continental Rail gebracht.

Unterdessen hat der Bandit Curly-Bill (Ilija Djuvalekovski) von Pinky und Sloan erfahren, dass Apanatschi weiß, wo sich die Goldmine befindet. Er überfällt darauf mit seinen Männern das Eisenbahnercamp und entführt Apanatschi und Happy.

Doch Jeff gelingt es, sich bei den Banditen einzuschleichen. Mit Hilfe der Wirtin Bessie (Nada Kasapić) kann er zusammen mit Apanatschi und Happy durch einen unterirdischen Gang fliehen.

Old Shatterhand hat inzwischen die Bahnarbeiter mobilisiert. Gemeinsam mit Winnetou und Sam Hawkins (Ralf Wolter) werden die Banditen in ihrem Saloon in Rocky-Town angegriffen, wobei aber einigen Verbrechern unter Führung von Curly-Bill die Flucht gelingt. Sie sind nun erneut hinter Apanatschi her


Am 4. April 1966 begannen in Jugoslawien die Dreharbeiten zur „KARL MAY“-Verfilmung „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ unter der Regie von HARALD PHILIPP, die diesmal auf keinem Roman von KARL MAY basierte.

Als am 6. Mai 1966 bei Crvena Luka in der Kulissenstadt „Rocky Town“ Explosionen gedreht wurden, brach ein Feuer aus und zerstörte einen großen Teil der Gebäude, darunter auch den Saloon.

Während des teuren Wiederaufbaus, wurden in der Zwischenzeit unter anderem die Szenen auf der Mac-Haller-Farm neu gedreht, wo nur wenige Teile instand gesetzt werden mussten. Weitere Aufnahmen entstanden im Behelfsatelier von Bibinje.

Am 22. Mai 1966 kehrte die Filmcrew nach Crvena Luka zurück und drehte die letzten Szenen im neu aufgebauten „Rocky Town“. Nach ergänzenden Aufnahmen in den Berliner CCC-Studios konnten die Dreharbeiten am 8. Juni 1966 abgeschlossen werden.

In der „KARL MAY“-Verfilmung „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ erhielt die Schauspielerin USCHI GLAS, die im „EDGAR WALLACE“-Film „DER UNHEIMLICHE MÖNCH“ ihr Filmdebüt gegeben hatte, ihre erste Hauptrolle.

Der etwas oberflächlich gedrehte "KARL MAY"-Film „WINNETOU UND DAS HALBBLUT APANATSCHI“ floppte an den Kinokassen. Dieser Western war im Grunde nur ein müder Abklatsch der beiden „KARL MAY“-Filme „DER SCHATZ IM SILBERSEE“ und „WINNETOU I“.

So ähnelte unter anderem der Kampf der Bahnarbeiter in Rocky Town doch sehr den Kämpfen in „WINNETOU I“.

© by Ingo Löchel


Winnetou und das Halbblut Apanatschi

BRD/Jugoslawien 1966


Stab

Regie: Harald Philipp

Drehbuch: Fred Denger

Kamera: Heinz Hölscher

Schnitt: Jutta Hering

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Lex Barker als Old Shatterhand

Pierre Brice als Winnetou

Götz George als Jeff

Ursula Glas als Apanatschi

Walter Barnes als Mac Haller

Ralf Wolter als Sam Hawkens

Mihail Baloh als Judge

Marija Crnobori als Mine-yota

Ilija Djuvalekovski als Curly-Bill

Marinko Cosić als Happy

Petar Dobrić als Sloan

Vladimir Leiba als Pinky

Abdurahman Šalja als Hank

Nada Kasapić als Bessie


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 90 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 17. August 1966


© by Ingo Löchel

Dienstag, 26. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Old Surehand. 1. Teil

Die Karl May-Filme : Old Surehand

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Old Surehand (1965)


Die Bande unter Führung des Generals (Larry Pennell) raubt einen Zug mit Lohngeldern aus und sperrt die Passagiere danach in einen Eisenbahnwaggon ein.

Old Surehand (Stewart Granger) gelingt es jedoch die Passagiere kurz vor Sprengung des Zuges noch rechtzeitig zu befreien und er verfolgt danach die Verbrecherbande.

Auf dem Weg nach Mason City trifft Old Surehand auf den alten Goldgräber Ben (Vladimir Medar) und nimmt ihn mit in die Stadt.

Dort trifft der Goldgräber auf seine Nichte Judith (Letitia Roman) und deren Verlobten Toby (Mario Girotti), der als Anwalt bei dem Richter Edwards (Wolfgang Lukschy) arbeitet, der immer noch keine neuen Informationen über den Mörder von Surehands Bruder hat.

Nachdem in der Stadt Tou-Wan, der Sohn des Komantschen-Häuptlings Maki-moteh, auftaucht, wird er auf Befehl des Generals von einen der Banditen auf offener Straße hinterrücks erschossen.

Daraufhin graben die Komantschen das Kriegsbeil aus, um den Mord zu rächen, und entführen Toby und Judith, um sie am Marterpfahl sterben zu lassen.

Mit dem Versprechen, die wahren Mörder aufzudecken, gelingt es Old Surehand, die beiden zu retten…


Nach Ende der Dreharbeiten zu „WINNEOU 3. TEIL“ begannen am 23. August 1965 bereits die Dreharbeiten zur „KARL MAY“-Verfilmung „OLD SUREHAND 1. TEIL“ (mit STEWART GRANGER in der Titelrolle) in Jugoslawien.

Für die Regie wurde erneut ALFRED VOHRER engagiert, der bereits den „KARL MAY“-Film „UNTER GEIERN“ erfolgreich verfilmt hatte.

Den Anfang der Dreharbeiten in Jugoslawien bildeten Aufnahmen in der Westernstadt Stozice, die im Film die Stadt Mason City darstellt. Weitere Drehorte waren unter anderem die Höhle Županova Jama/Taborska Jama bei Grosuplje sowie Rijeka, um in der Ebene von Grobnik Polje einige Reitszenen zu drehen.

Bei Benkovac, an der Bahnlinie, die nach Zecevo führt, wurde der Überfall auf den Zug gedreht, der zu Beginn des Films zu sehen ist. Dabei wurde dieselbe Lok wie im Film „WINNETOU TEIL 1“ verwendet. Die Dreharbeiten zur „KARL MAY“-Verfilmung wurden am 27. Oktober 1965 beendet.

Nachdem „OLD SUREHAND 1. TEIL“ am 14. Dezember 1965 in den westdeutschen Kinos gestartet war, war die Resonanz auf den Film nicht mehr so groß, wie bei den Vorgängerfilmen, so dass „OLD SUREHAND 1. TEIL“, den nur 2,5 Millionen Besucher sahen, die erste „KARL MAY“-Verfilmung des Produzenten Horst Wendlandt war, die mit keiner „GOLDENEN LEINWAND“ ausgezeichnet wurde.

Aus diesem Grund wurde die geplante Fortsetzung „OLD SUREHAND 2. Teil“ nicht mehr gedreht, woraufhin der Schauspieler STEWART GRANGER die Hauptrolle in dem „EDGAR WALLACE“-Film „DAS GEHEIMNIS DER WEISSEN NONNE“ erhielt (1966).

© by Ingo Löchel


Old Surehand

BRD/Jugoslawien 1965


Stab

Regie: Alfred Vohrer

Drehbuch: Fred Denger

Kamera: Karl Löb

Schnitt: Hermann Haller

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Stewart Granger als Old Surehand

Pierre Brice als Winnetou

Paddy Fox als Old Wabble

Letitia Roman als Judith

Larry Pennell als General

Mario Girotti als Toby

Erik Schumann als Captain Miller

Wolfgang Lukschy als Richter Edwards

Jelena Jovanović als Delia

Hermina Pipinić als Molly

Bata Zivojinović als Potter

Dusco Janicijević als Clinch

Dusan Antonijević als Maki-moteh

Vladimir Medar als Ben

Voja Mirić als Joe


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 92 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 14. Dezember 1965


© by Ingo Löchel

Dienstag, 12. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Der Schut (Löchel)

Film : Der Schut

Die 1960er Jahre

Die "Karl May"-Filme

Der Schut (1964)


Kara Ben Nemsi (Lex Barker) und Hadschi Halef Omar (Ralf Wolter) jagen den grausamen Banditen „Der Schut“, der den Franzosen Henri Galingré (Pierre Fromont), einen Freund von Kara Ben Nemsis verschleppt hat.

Henris Ehefrau Annette (Marianne Hold) schließt sich dem Suchtrupp an, der schließlich ein brennendes Dorf erreicht, dass von dem Schut und seinen Banditen überfallen wurde.

Dort wurde ein alter Bauer gefesselt zurückgelassen, dessen Söhne von den Banditen erschlagen und dessen Tochter Tschita (Marie Versini) von ihnen entführt wurde.

Tschita gelingt es jedoch zu fliehen. Auf ihrer Flucht begegnet ihr die Kutsche des Teppichhändlers Kara Nirwan, den sie bittet, ihr zu helfen.

Nirwan bringt sie in seinem Haus unter und erweist sich zwar als Kavalier, doch sein Verhalten weckt trotzdem Tschitas Misstrauen, die schließlich herausfindet, dass es sich bei Nirwan um den Schut handelt...


Die Dreharbeiten zu der „KARL MAY“-Verfilmung „DER SCHUT“ begannen am 31. März 1964 in Belgrad. Weitere Drehorte waren unter anderem Peć im Kosovo und das Kloster Visoki Dečani.

Innenaufnahmen fanden ab den 5.Mai 1964 in den Avala-Studios in Belgrad statt. Am 22. Juni 1964 wurden die Dreharbeiten zum Film in den Studios der CCC beendet.

Lex Barker wurde während der Dreharbeiten von mehreren Stuntmen gedoubelt. So unter anderem von dem Jugoslawen Mate Ivancović, der sich jedoch während einer Kampfszene am 4. Mai 1964 verletzte.

Ein weiterer Stuntman von Lex Barker war Heiko Sembt-Schroer, der unter anderem einige fehlende Teile des Kampfes mit den Aladschy-Brüdern in den Studios der Berliner Union-Film drehte, da diese über eine Rückprojektionsanlage verfügten.

Nachdem der „KARL MAY“-Film „DER SCHUT“ in den westdeutschen Kinos gestartet war, wurde er wie die Brauner-Verfilmung „OLD SHATTERHAND“ ein Hit an den Kinokassen.

Zudem erhielt der Film am 28. September 1965 eine GOLDENE LEINWAND für über drei Millionen Besucher innerhalb von zwölf Monaten.

© by Ingo Löchel


Der Schut

BRD/ Italien/Frankreich 1964


Stab

Regie: Robert Siodmak

Drehbuch: Georg Marischka

Kamera: Aleksandar Sekulović

Schnitt: Ursula Kahlbaum

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Lex Barker als Kara Ben Nemsi

Ralf Wolter als Hadschi Halef Omar

Marie Versini als Tschita

Dieter Borsche als Sir David Lindsay

Chris Howland als Archie

Rik Battaglia als Nirwan

Marianne Hold als Annette Galingré

Maria Grazia Francia als Nirwans Frau

Friedrich von Ledebur als Busra/Mübarek

Renato Baldini als Barud

Pierre Fromont als Henri Galingré

Olga Brajević als Simone

Eva Balas als Nebatja

Nikola Popović als Imer

Jovan Janićijević als Manach

Dusan Perković als Aladschy Bybar

Dusan Janićijević als Omar


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 118 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 20. August 1964




© by Ingo Löchel

Freitag, 8. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Old Shatterhand (Löchel)

Die Karl May-Filme : Old Shatterhand

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Old Shatterhand (1964)

Old Shatterhand (Lex Barker) kann bei seiner Rückkehr in den Westen Winnetous Adoptivsohn Tujunga aus den Händen weißer Banditen befreien, die eine Farm überfallen haben.

Kurz danach sucht er in einer Missionsstation die Halbindianerin Paloma (Daliah Lavi) auf, die den kleinen Tom (Tom Putzgruber) bei sich aufgenommen hat, der den Überfall auf die Farm überlebt hat und deshalb weiß, dass dieser Überfall nicht von den Apachen begangen wurde.

Shatterhand will Paloma und Tom zur Sicherheit in der Stadt Golden Hill bringen, wo sich allerdings auch ein gewisser Dixon (Rik Battaglia) mit seinen Männern aufhält, auf dessen Konto der Überfall auf die Farm geht.

Auf ihren Weg nach Golden Hill treffen Old Shatterhand und seine Begleiter auf einen Armeetreck, der von Captain Bradley (Guy Madison) und Corporal Bush (Gustavo Rojo) angeführt wird.

Den beiden stehen Old Shatterhands alter Freund Sam Hawkens (Ralf Wolter) und zwei seiner Freunde als Kundschafter zur Verfügung. Nachdem der Treck in einem Canyon überfallen wird, liegen wieder zwei tote Apachen am Tatort. Aber Old Shatterhand durchschaut den Trick.

Nach dem Überfall auf den Armeetreck geben die Saloonwirtin Rosemarie (Kitty Matern) und Sam Hawkens in Golden Hill auf Paloma und Tom acht, während sich Old Shatterhand aufmacht, die Banditen zu suchen. Dabei trifft er auf Winnetou (Pierre Brice),

Gemeinsam kommen sie dahinter, dass die Komantschen zusammen mit der Dixon-Bande die Überfälle auf die Farm und auf den Armeetreck begangen haben.

Unterdessen kommt der überfallene Armeetreck im Fort an, wo Captain Bradley dem Befehlshaber General Taylor (Charles Fawcett) meldet, der Treck wäre von den Apachen überfallen worden.

General Taylor kann sich aber nicht vorstellen, dass die Apachen den kommenden Friedensvertrag gefährden wollen, daher trifft er sich mit Winnetou und Old Shatterhand zur Beratung.

Unterdessen versucht Sam Hawkens die Spannung in der Stadt Golden Hill etwas aufzulockern, und führt einen Schießtrick vor, bei dem ihm der kleine Tom helfen soll. Dabei ermordet der Bandit Joe Burker Tom aus dem Hinterhalt und beseitigt damit den einzigen Zeugen des Überfalls auf die Farm…


Aufgrund des Erfolges von „DER SCHATZ IM SILBERSEE“, wollte auch der Produzent Arthur Brauner auf die „KARL MAY“-Erfolgswelle aufspringen. Da jedoch die Rechte aller Amerika-Stoffe beim Produzenten Horst Wendlandt lagen, umging Brauner dieses Problem und schuf einen Film, der auf keinen Roman von Karl May basierte.

Nachdem Brauner weder die Regisseur Henry Koster, George Sherman und Don Siegel für den Film verpflichten konnte und er sich auch von Leopold Lahola trennen musste, konnte der Produzent schließlich kurz vor Beginn der Dreharbeiten den Regisseur HUGO FREGONESE für den Film „OLD SHATTERHAND“ verpflichten.

Da die ursprünglichen Drehbuchentwürfe von Daniel Mainwaring sowie von Ladislas Fodor unbefriedigend waren, entstand das fertige Drehbuch erst während der Dreharbeiten in Jugoslawien, das der extra eingeflogene Autor Robert A. Stemmle nach Entwürfen und Anregungen von Produzent Arthur Brauner und Regisseur Hugo Fregonese schrieb.

Die wichtigsten Dreharbeiten fanden in der Umgebung von Dubrovnik statt, wo das Filmteam im Hotel Argentina sein Quartier hatte. Das Fort Grant war im Tal Popovo Polje aufgebaut. Die Westernstadt Golden Hill stand im Zupci-Tal, in einem Nebental die Northern Ranch.

In der Nacktszene des Films, in der die völlig nackte Paloma von einem Wasserfall ins Wasser springt, wurde die Schauspielerin DALIAH LAVI von der damals 16-jährigen Gordana Zeitz-Ceko gedoubelt.

Am 8. Oktober 1965 wurde der Film „OLD SHATTERHAND“ mit der GOLDENEN LEINWAND für über 3 Millionen Besucher innerhalb von 12 Monaten ausgezeichnet.

© by Ingo Löchel


Old Shatterhand

BRD/Italien, Frankreich 1964


Stab

Regie: Hugo Fregonese

Drehbuch: Ladislas Fodor und R. A. Stemmle

Kamera: Siegfried Hold

Schnitt: Alfred Srp

Musik: Riz Ortolani


Darsteller

Lex Barker als Old Shatterhand

Pierre Brice als Winnetou

Daliah Lavi als Paloma

Guy Madison als Captain Bradley

Ralf Wolter als Sam Hawkens

Gustavo Rojo als Corporal Bush

Rik Battaglia als Dixon

Kitty Matern als Rosemary

Charles Fawcett als General Taylor

Mirco Ellis als Joe Burker

Bill Ramsey als Timpe

Nicol Popovic als Sheriff Brandon

Tom Putzgruber als Tom

Jim Burke als Colonel Hunter


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 122 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 30. April 1964


© by Ingo Löchel

Mittwoch, 6. Mai 2026

Die Karl May-Filme : Winnetou 3 (Löchel)

Die Karl May-Filme : Winnetou 3

Der Western im Film - Die 1960er Jahre

Winnetou 3 (1965)


Verbrecherische Geschäftsleute unter Führung des skrupellosen Vermeulen (Veljko Maričić) lassen durch Rollins (Rik Battaglia) und seine Banditen Büffel auf dem Gebiet der Apachen abknallen, um einen Konflikt mit den Mescaleros zu provozieren.

Doch deren Häuptling Winnetou (Pierre Brice) bleibt ruhig und besonnen. Dagegen lässt sich Weißer Büffel (Dušan Antonijević), Anführer der Jicarilla-Apachen, von Rollins durch Alkohol- und Waffenlieferungen dazu bringen, bereits für Siedler abgetretenes Land von der Regierung zurückzufordern.

Daraufhin wollen Winnetou und Old Shatterhand (Lex Barker) die Lage beruhigen und können mit dem Gouverneur in Santa Fe ein Abkommen abschließen, der Weißer Büffel mehr Land und Straffreiheit zusichert.

Aber bevor sie Weißer Büffel darüber informieren können, setzt ein Spitzel beim Gouverneur Vermeulen darüber in Kenntnis, der daraufhin alles versucht, um Winnetou und Old Shatterhand aus dem Weg zu räumen.

Doch ein Attentat auf sie scheitert. Während Winnetou danach weiter reitet, verfolgt Old Shatterhand den Attentäter, der ihn zu Vermeulen führt, der wiederum an Rollins eine Nachricht telegrafiert, der Winnetou ausschalten soll.

Aber aus diesmal misslingt das Attentat auf Winnetou, der mit Hilfe von Old Shatterhand dem Hinterhalt entkommen kann.

Stattdessen werden sie von den aufgewiegelten Jicarilla-Apachen unter Führung von Weißer Büffel gefangengenommen und in deren Lager gebracht

Dort taucht Rollins mit der Leiche von Schneller Panther auf, Er behauptet, dass Winnetou den Sohn von Weißer Büffel ermordet hat…


Die Dreharbeiten zu „WINNETOU 3. TEIL“ unter der Regie von HARALD REINL fanden vom 14. Juni bis zum 13. August 1965 in Jugoslawien in der Umgebung von Split statt. Die alte kroatische Stadt Trogir wählte man wegen des gut erhaltenen mittelalterlichen Stadtbildes für die Gouverneursstadt Santa Fe aus.

Wie seine Vorgänger, so war auch „WINNETOU 3. TEIL“ ein großer Erfolg an den Kinokassen, der 1966 mit einer „GOLDENEN LEINWAND“ und 1967 mit einem „BAMBI“ in der Kategorie „Wirtschaftlich erfolgreichster deutscher Großfilm“ für den geschäftlich erfolgreichsten Film 1965 ausgezeichnet wurde.

Doch schon vor und während der Dreharbeiten zu „WINNETOU 3. TEIL“ gab es Kritik seitens der Presse und der „KARL MAY“-Fans, dass Winnetou im Film sterben solle. Insbesondere in Jugendzeitschrift „BRAVO“ wurde durch Leserbriefe verlangt, Winnetou am Leben zu lassen.

Aber alle Kritik half nicht, denn der Produzent Horst Wendlandt hielt daran fest, den Apachenhäuptling Winnetou, wie im Roman von Karl May, sterben zu lassen, was sich auf die nachfolgenden „KARL MAY“-Verfilmungen negativ auswirken sollte.

© by Ingo Löchel


Winnetou 3

BRD/Jugoslawien 1965


Stab

Regie: Harald Reinl

Drehbuch: J. Joachim Bartsch und Harald G. Petersson

Kamera: Ernst W. Kalinke

Schnitt: Jutta Hering

Musik: Martin Böttcher


Darsteller

Lex Barker als Old Shatterhand

Pierre Brice als Winnetou

Rik Battaglia als Rollins

Ralf Wolter als Sam Hawkens

Carl Lange als Gouverneur

Mihail Baloh als Gomez

Dušan Antonijević als Weißer Büffel

Aleksandar Gavrić als Kid

Ilija Ivezić als Clark

Veljko Maričić als Vermeulen

Slobodan Dimitrijević als Schneller Panther

Sophie Hardy als Ann


FSK: Ab 12 Jahren

Laufzeit: 92 Minuten


Deutscher Kinostart: Am 15. Oktober 1965


© by Ingo Löchel

Montag, 17. November 2025

FILM: Die Winnetou-Filme (Sonntag)

SchleWaZ - BeWaZ: Die Winnetou-Filme



Wer ist nicht damit aufgewachsen? Pierre Brice und Lex Barker, die als Winnetou und Old Shatterhand in mehreren Filmen über die Prärie reiten.

Und auch auf das Risiko hin, mich unbeliebt zu machen – wie verdammt schlecht waren diese Filme denn nun? Sowohl in historischer Hinsicht als auch auf die Werke Karl Mays bezogen stimmte absolut gar nichts. Logikfehler ohne Ende, Klischees fernab jeglicher Realität und sehr oft ein ähnlicher Ablauf der Ereignisse. Schlecht geschriebene Dialoge und platte Scherze.

Und doch – wie verdammt gut waren diese Filme? Wunderschöne Landschaftsaufnahmen, bei der größten Gefahr immer dieser Schimmer von Hoffnung, romantische Träume, zwei Hauptdarsteller, die von den Jungs als Vorbilder und Identifikationsfiguren ebenso funktionierten, wie sie für die weiblichen Zuschauer (mitunter auch erotische) Traumbilder waren. Die Musik reicht aus, um sogar Erwachsene wieder ins Reich ihrer kindlichen Fantasien zu versetzen und ganze Generationen sitzen gemeinsam vor dem Bildschirm, wenn die Filme zur Weihnachtszeit wieder gezeigt werden.

Waren sie objektiv betrachtet wirklich nicht gut gemacht, lieben wir sie heute genau so sehr wie früher und sie sind der Beweis, dass die schlechtesten Western aller Zeiten manchmal auch zu den besten Western aller Zeiten gehören können.

Michael Sonntag






Impressionen aus den Filmen /Filmbilder




© by Michael Sonntag

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