Westernautor
Henry Wilson Allen
Henry Wilson Allen
wurde am 12. September 1912 in Kansas City, Missouri, USA, geboren.
Henry Wilson Allen
arbeitete zunächst als Stallknecht, Verkäufer und Goldgräber, bis
er im Jahr 1937 begann, als Vertragsdrehbuchautor für das
Metro-Goldwyn-Mayer-Zeichentrickfilmstudio zu arbeiten, für das sein
älterer Bruder Robert als Trickfilmzeichner tätig war.
Während Allen
zunächst für die "Barney Bear"-Serie von Harman und Ising
arbeitete, war seine längste Zusammenarbeit die mit dem
Zeichentrickfilm-Regisseur Tex Avery,
Allen war für
viele klassische Avery-Kurzfilme verantwortlich, darunter „Swing
Shift Cinderella“, „Northwest Hounded Police“ und „King-Size
Canary“.
Später wurde er
von Fred Quimby gefeuert und arbeitete für „Walter Lantz
Productions“ an mehreren „Woody Woodpecker“-Trickfilmen, die er
gemeinsam mit Ben Hardaway schrieb, darunter „Wet Blanket Policy“
und „Wild and Woody!“
Nach der Schließung
der „Walter Lantz Productions“, kehrte Allen im Jahr 1948 zu MGM
zurück und schrieb auch weiterhin für Tex Avery Cartoons, die in
den 1950er Jahren veröffentlicht wurden, darunter „Little Johnny
Jet“, „The Three Little Pups“ und „The First Bad Man“.
1950 gab Henry
Wilson Allen mit dem Roman „DER LETZTE MANN“ (Originaltitel: „NO
SURVIVORS“) sein Debüt als Western-Autor, den er, um Ärger zu
vermeiden, unter dem Pseudonym CLAY FISHER veröffentlichte, da er
befürchtete, dass das Filmstudio MGM seine Schwarzarbeit
missbilligen würde.
Bis zu seinem Tod
veröffentlichte Allen eine Vielzahl von Westernromanen, die unter
seinen beiden Pseudonymen CLAY FISHER und WILL HENRY veröffentlicht
wurden.
Hinzu kam, dass der
Autor mehrmals den „SPUR AWARD“ gewann, darunter für seine
Romane
- 1960: Weg der Tränen (From Where
the Sun Now Stands)
- 1963: The Gates of the Mountains
- 1972: Apachen kennen kein Erbarmen
(Chiricahua).
Zudem wurden auch
mehrere seiner
Westernromane
verfilmt. So
entstanden
die Westernfilme
- Drei Rivalen (1955)
- Dem Tod entronnen
(1956)
- Man nannte ihn Kelly (1959)
- Journey to Shiloh (1968)
- Mackenna's Gold (1969)
- Der gnadenlose
Rächer (1969)
- Tashunga -
Gnadenlose Verfolgung (1996),
die auf seinen
Romanen basieren.
Der Westernautor
Henry Wilson Allen verstarb am 26. Oktober 1991 an den Folgen einer
Lungenentzündung in Van Nuys, Kalifornien, USA.
© by Ingo Löchel
Bibliographie
Als Clay Fisher
- 1950: Der
letzte Mann (No Survivors)
- 1951: Nur ein
Halbblut (Red Blizzard)
- 1952: Santa Fé Passage (Santa Fe
Passage)
- 1953: Männer
im Zwielicht (Yellow Hair)
- 1954: Texanerblut (The Tall Men)
- 1954: Das letzte Duell (The Fourth
Horseman)
- 1955: Das letzte Kommando (The
Brass Command)
- 1956: Der blaue Mustang (The Blue
Mustang)
- 1957: Man nannten ihn Kelly
(Yellowstone Kelly)
- 1958: Die Texas-Brigade (The
Crossing)
- 1961: Spuren in der Wildnis (The
Return of the Tall Man)
- 1961: Der junge Rebell/Nino: The
Legend of Apache Kid
- 1962: Die Teufelspatrouille (The
Pitchfork Patrol)
- 1972: Die Vigilanten von Montana
(Outcasts of Canyon Creek)
- 1974: Der
Schwur des Texaners (Apache Ransom)
- 1976: Der
schwarze Apache (Black Apache)
- 1978: In den
Straßen von Laredo (Nine Lives West)
Als Will Henry
- 1954: Die James-Bande (Death of a
Legend / The Raiders)
- 1955: Wyatt Earp greift ein (Who
Rides with Wyatt)
- 1958: Im Land der Rebellen (The
Seven Men at Mimbres Spring)
- 1960: Sieben Texaner (Journey to
Shiloh)
- 1960: Weg der Tränen (From Where
the Sun Now Stands) (Spur Award Gewinner / The Saddleman Award)
- 1962: Feleens
Brandzeichen (The Feleen Brand)
- 1963: Die
Goldmine der Desperados (MacKenna's Gold)
- 1963: The Gates of the Mountains
(Spur Award Gewinner)
- 1966: Ein guter Tag zum Sterben
(Custer's Last Stand: The Story of the Battle of the Little Big Horn)
- 1967: Banditenehre (Alias Butch
Cassidy)
- 1968: Der Tag, an dem Ford Larking
fiel (The Day Fort Larking Fell)
- 1968: Massaker am Sand Creek
(Maheo's Children: The Legend of Little Dried River/The Squaw
Killers)
- 1972: Apachen
kennen kein Erbarmen (Chiricahua) (Spur Award -Gewinner)
- 1973: Bis zum
letzten Atemzug (The Bear Paw Horses)
- 1975: Ich, Tom Horn (I, Tom Horn)
Weitere Westernromane
- 1953: To Follow a Flag
- 1953: War Bonnet
- 1955: The Big Pasture
- 1955: Red Brother and White
- 1956: The North Star/Blind Cañon
- 1962: San Juan Hill
- 1966: The Last Warpath
- 1967: Genesis Five"
- 1967: One More River to Cross,
- 1968: Sons of the Western Frontier
- 1968: Genesis Five
- 1969: Outlaws and Legends
- 1968: Tayopa!
- 1970: See How They Run
- 1972: Starbuck
- 1975: Sex and Pain
- 1976: From Where the Twilight Zone
- 1978: Summer of the Gun
- 1981: Seven Card Stud
- 2002: The Legend of Sotoju
Mountain
- 2003: Winter Shadows
- 2004: The Hunkpapa Scout
- 2005: The Scout
- 2006: Medicine Road
Jugendbücher
- 1951: Wolf-Eye, The Bad One
- 1957: The Texas Rangers
- 1958: Orphan of the North
- 1964: Valley of the Bear
- 1965: In the Land of the Mandans
Hingewiesen sei zudem auf meinen umfangreichen bio-/bibliografischen Beitrag zu Henry Wilson Allen im LEXIKON DER REISE- UND ABENTEUERLITERATUR (LRA) des Corian-Verlags; dort auch eine detailliertere Bibliografie. - KJR -