Die TECUMSEH-Erzählungen von Fritz Steuben
Ab 1929 veröffentlichte Erhard Wittek (1898-1981) unter dem Pseudonym Fritz Steuben acht (neun) Erzählungen aus dem Leben von Tecumseh bei Franckh in Stuttgart. Diese historischen Indianergeschichten, teils im Jahrbuch
DURCH DIE WEITE WELT vorabgedruckt, gehören wohl unbestritten zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Indianerbüchern überhaupt. Es gab zahlreiche Nachauflagen (später dann auch oft bearbeitet) sowie einige Übersetzungen in andere Sprachen. Gelobt wurden häufig die auf gründlichem Quellenstudien beruhenden Schilderungen von Land und Leuten sowie die spannende Handlung. Zu erwähnen sind auch die qualitativ guten Illustrationen gerade der frühen Ausgaben.
Allerdings gab es in jüngerer Zeit vermehrt Kritik an diesen Büchern. Man warf ihnen unter anderem vor, sie würden nationalsozialistisches Gedankengut transportieren, einen heroischen Führer zeigen und Aspekte wie Gefolgschaft überbetonen (siehe dazu den
wikipedia-Artikel zu- Fritz Steuben).
Als bibliophiler Sammler würde ich dennoch auf jeden Fall die gut gestalteten Erstausgaben der Bücher bevorzugen, aber auch an die Texte Steubens in DURCH DIE WEITE WELT denken; späteres ist zumeist zu stark bearbeitet und es fehlt der besondere Flair des Originals. - Einige
Steuben-Titel auf dem JugendbuchRegal
Die Tecumseh-Erzählungen: - 1. Schneller Fuß und Pfeilmädchen. 1935.
- 2. Der fliegende Pfeil. 1930.
- 3. Der rote Sturm. 1931.
- 4. Tecumseh, der Berglöwe. 1932.
- 5. Der Strahlende Stern. 1934.
- 6. Tecumseh, der große Seher. 1934.
- 7. Der Sohn des Manitu. 1938.
- 8. Ruf der Wälder. Erster Teil von Tecumsehs Tod. erschien ab 1951 separat
- 9. Tecumsehs Tod. 1939.
Weiteres (Auswahl):
- Mississippi-Saga. Sieur de La Salle, Entdecker, Eroberer, Edelmann. 1956.
- Tragödie am Mississippi. 1957.
- Der weite Ritt. Roman. 1960.
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