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Dienstag, 1. April 2025

Wildwester über IDAHO (Roth)

"Wildwester" über IDAHO

Mit dem Begriff IDAHO verbinden wir gemeinhin den 43. amerikanischen Bundesstaat (seit 1890). Das Gebiet wurde im frühen 19. Jahrhundert erstmals durch die Expedition von Lewis & Clark erforscht. Zuvor dürften einige Mountain  Menschon dort gewesen sein. Daneben gab es natürlich etliche indigene Gruppen. Ab der Jahrhundertmitte zogen dann Goldsucher auf dem Weg nach Kalifornien, Siedler nach Oregon durchs dieses Territorium; so mancher von ihnen siedelte sich auch in Idaho an oder suchte als Prospektor sein Glück.
 
Von den zahlreichen Veröffentlichungen über diese Region im Nordwesten der Vereinigten Staaten erschien nur ein kleiner Teil in deutscher Sprache, von dem in unserem Zusammenhang nur die belletristischen Texte interessieren. Hier wurden seit den 1950er Jahren einige Leihbücher, sowie Romanhefte und Taschenbücher veröffentlicht.
 
Der wohl bekannteste und auch am häufigsten aufgelegte deutsche Text stammte von G. F. Unger. Abgesehen vom 1961 im Alfred Mülbüsch Verlag in Castrop-Rauxel veröffentlichten Leihbuch DER MANN AUS IDAHO erschien der Roman auch als Taschenbuch bzw. mehrfach als Romanheft.
"Als Jeremy Starr aus Idaho hinüber nach Oregon reitet, will er einer jungen Frau Hilfe bringen. Er kommt zu ihr mit einer schrecklichen Nachricht.
Er, der bekannte Revolvermann, und Lena Parson werden dann zu Partnern. Doch sie beide können nicht wissen, daß diese Partnerschaft zum Scheitern verurteilt ist. Lena Parson erweist sich zum Schluß, als ihre Schwierigkeiten scheinbar nur noch mit Rauheit und Härte behoben werden können, doch nur als Frau. Zum Glück ist das so und nicht anders. Sie, die anfangs einen harten Weg gehen wollte, wäre daran zerbrochen.
Die Bestimmung weist aber auch dem Revolvermann Jeremy Starr endlich den richtigen Weg. Nach seinem schweren Kampf mit Joe Bunyanm as er glaubt am Ende zu sein, als er fortgehen will, da gewinnt er alles; da gewinnt er mehr, als er sich jemals erträumte." (aus dem Werbetext des Verlags)
 

Auf dem Titel von ER KAM AUS IDAHO ist als  Verfasser Frank Parker genannt. Hierbei handelt es sich um eine deutsches Verlagspseudonym. Das amerikanische Original THE MAN FROM IDAHO wurde unter dem Namen Dan Temple gedruckt - wiederum ein Pseudonym, hinter dem sich Dwight Bennett Newton verbarg. Das deutsche Leihbuch erschien im Omnia-Verlag in München; eine Taschenbuchausgabe legte 1978 Ullstein, nun mit Dan Temple als Autor, auf.
 

G. F. Traiber (d. i. Heinz Squarra) verfolgte 1957 oder später eine FÄHRTE NACH IDAHO; der Weg führte über Albachten bei Münster - dort war der Merceda-Verlag zu Hause - und die kommerziellen deutschen Leihbüchereien direkt in die Lesesessel der deutschen Wildwester-Fans.
 
Ich bitte die schlechte Scanqualität zu entschuldigen.

Und schließlich liess auch Conny Collins (d. i. Günter Dönges) noch jemanden aus Idaho nach Köln kommen (ER KAM AUS IDAHO), der es sich dann im Paul Steinebach-Verlag zwischen den Pappdeckeln eines Leihbuchs bequem machen konnte.
 
 
Schauen wir noch ein wenig in die Zeit ab etwa 1970: Die Taschenbuchausgaben von G. F. Unger und Dan Temple wurden schon erwähnt. Ungers DER MANN AUS IDAHO erschien abgesehen von der Taschenbuchausgabe bei Bastei dort auch mehrfach als Romanheft.
 
Weitere Romanhefte gab es bei Kelter und Bastei. Hier nur eine Auswahl:
 
Bei Kelter kletterte IDAHO KID aus der Feder von William Mark (d. i. Albrecht Peter Kann) in den Sattel und trieb sich in diversen Ausgaben der Wyatt Earp-Serien herum. 2016 konnten die Leser dann einen WAGENTRECK NACH IDAHO begleiten, der sich in der Erotik-Western-Serie Cassidy (Nr. 23) auf den Weg durch die Prärien machte (Autor war Nolan F. Ross).
 
Für Bastei liessen die Autoren EINen  SATTELTRAMP AUS IDAHO durchs Lassiter-Universum reiten (Bd. 2528) und stellten ihm nur wenig John Wayne an die Seite: DER DUKE VON IDAHO (Bd. 2541). Das führte dann schließlich zum INFERNO IN IDAHO (Bd. 2363).



(Karl Jürgen Roth)