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Mittwoch, 15. Januar 2025

g2-01

DER GATLING GUN-MYTHOS 
The Death-Dealing Machine That Never Won the West 
But Still Exist as Today’s Multi-Barrel Weapons System 
von MICHAEL STEMMER 

 Open Fire! 

 (…) and a tower built over the humped shape of the water cistern, with a Gatling gun mounted there which could sweep the interior of the prison and two of the walls, as well as the gateway, with soft-nosed .45/70 slugs at the rate of 350 per minute.”
— Gordon D. Shirreffs, Judas Gun, zitiert nach: Gold Medal Book k1476, Chapter Three (dt.: „Lohn der Hölle”)

Michael Stemmer informiert in seinem umfassenden Beitrag ausführlich über die Gatling Gun. Gegliedert in drei Hauptabschnitte, zunächst einmal einen allgemein gehaltenen Teil, gefolgt dann von selektiven Filmografien sowie einer Auswahlbibliografie. Für die Webfassung habe ich folgende Aufteilung vorgenommen (K. J. Roth)  


Gatling Gun per definitionem ~ Gatling Gun und ihr Erfinder ~ Vorgang in der Gatling Gun beim Schuß ~ Ladeeinrichtung der Gatling Gun ~ Gatling Gun und der Sezessionskrieg ~ Gatling Gun in Good ol‘ Germany ~ Gatling Gun „Made in Russia“ ~ Gatling Gun contra Bisons ~ Gatling Gun am Großen Fluß ~ Gatling Gun im Genozid ~ Gatling Gun vs. Hotchkiss Gun ~ Gatling Gun im Krisenherd Kanada ~ Gatling Gun landet auf Kuba ~ Feuerpause für die Gatling Gun ~ Gatling auf hoher See ~ Gatling is back! ~ Gatling Gun im Wildwestroman ~ Gatling Gun aus Gummi ~ Gatling Gun ertönt im Radio ~ Sound der Gatling Gun ~ Gatling Gun als Kultgegenstand ~ Fabrikzeichen der Gatling Gun ~ Gatling Gun im Modell ~ Gatling Gun und ihr Resümee ~ Ein letztes Wort zur Gatling Gun ~~ Teil 2: Bibliografie  ~ Teil 3: Filmografie 


TEIL 2: Gatling Gun im Bücherregal - Eine Auswahlbibliografie

In der nachfolgenden kommentierten Bibliografie hat Michael Stemmer zahlreiche Veröffentlichungen zum Thema Gatling Gun zusammengestellt. Es handelt sich um in deutscher oder englischer Sprache publizierte Werke. Die Auflistung erfolgt alphabetisch nach Titeln. Es sei darauf hingewiesen, dass es von manchen Büchern weitere Auflagen gibt. (KJR)










AMERICAN HERITAGE – DOCTOR GATLING AND HIS GUN.
Philip Van Doren Stern (1900–1984), Trusted Writing on History, Travel, Food and Culture Since 1949
Textauszug: “When Gatling redesigned his gun to take the newly developed metallic cartridge his weapon became the highly efficient, death-dealing machine that eventually was to make its inventor rich and famous.  He finally reached popular immortality in gangsters’ speech in which any repeating hand weapon became, by the linguistic process known as apocope, a “gat.”
(AASLH October 1957, Vol. 8, Issue 6)


ARMS AND EQUIPMENT OF THE CIVIL WAR – MACHINE GUNS.
Jack Coggins (1911–2006), Fachbuch
Textauszug: “One fault was that the bores were tapered (because barrels and chambers did not always exactly align), and so velocity and accuracy were impaired.  U. S. Ordnance would not order any, but General Butler bought twelve after a field demonstration und used them at Petersburg.  The vastly improved model of 1865 came too late for the war.”
(Doubleday 1962, S. 45)

 



ARTILLERY AND AMMUNITION OF THE CIVIL WAR – CANNON MISCELLANEOUS
.
Warren L. Ripley, Fachbuch
Textauszug: “Both North and South used a variety of machine guns such as the Gatling, Billinghurst-Requa, Union Repeating, and Parmenter and Bromwell on the federal side, and Williams Breechloader and the English-made Vandenburg Volley Gun by the Confederates.  All are fascinating weapons and although generally employed by artillerymen in Civil War days, they are more properly infantry armament and outside the province of this book.” 
(Promontory 1970, S. 185)

 



DIE BARRIKADEN VON DIABLO.
R.F. Garner (d.i. Peter Dubina; 1940–1990), Heftroman
Textauszüge:  „Bei dieser Maschinenwaffe waren zehn Läufe und Verschlüsse um eine Achse drehbar gelagert.  Über den Verschlüssen befand sich das Magazin für die Patronen.  Durch eine Handkurbel wurden die Läufe um die Achse gedreht.  Ein sinnreiches System von schiefen Ebenen öffnete dabei nacheinander die Verschlüsse, spannte die Schlagbolzen, führte Patronen ein, schloß die Verschlüsse, feuerte ab und warf beim nächsten Verschlußöffnen die leere Hülse aus.
Zu jedem Zeitpunkt befanden sich also die zehn Läufe in verschiedenen Stadien des Funktionsablaufes.  In der Zeit, in der ein abgeschossener Lauf neu geladen wurde, wurden die neun anderen Läufe abgefeuert und ebenfalls teilweise wieder schußfertig gemacht.  Bei jeder Zehnteldrehung der Handkurbel fiel ein Schuß, also pro Umdrehung zehn Schüsse.  Die günstigste Feuergeschwindigkeit lag bei vierhundert Schuß in der Minute.  Sie konnte durch langsameres oder schnelleres Drehen der Kurbel gesteuert werde.
Neben der hohen Feuergeschwindigkeit hatte der Gatling-Mechanismus noch den unschätzbaren Vorteil der absoluten Funktionssicherheit.  Er war absolut unabhängig von der Qualität der Munition.  Wenn einmal eine Patrone versagte, dann wurde sie während des normalen Entladevorganges wie eine leere Hülse ausgeworfen.  Es hatte also nur dieser eine Schuß gefehlt, die Funktion der Waffe war dadurch nicht gestört worden.“
(Kelter-Verlag o. J., Western Story Nr. 2, Autoren-Reihe, S. 14)
„Matt Lewis schob ein volles Magazin ins Schloß der Kanone und drehte langsam die Handkurbel, jedes metallische Klick zählend, das ertönte.  Nachdem das Geräusch neunmal laut geworden war, ließ er die Kurbel ruhen.  Neun Patronen waren in neun Verschlüsse gefallen, neun Gatling-Läufe waren geladen.  Die nächste Zehntelumdrehung der Handkurbel würde den ersten Schuß der Schnellfeuerkanone lösen.“
(Ebd., S. 29)
Editorische Randbemerkung:
Die wohl bis dato waffen-, schieß- und schußtechnisch präziseste Darstellung der Gatling Gun in einem Roman überhaupt, die der Verfasser dieser Zeilen, noch dazu aus der Feder eines deutschsprachigen Westernautors, bislang zu Gesicht bekam.  Möglicherweise hatte Dubina bei der Niederschrift das völlig umkonstruierte Army Model 1866 mit zehn „Musket Length“ (32 in.) Rohre vor Augen.  Die im Text geschilderte Magazinkapazität von 50 Schuß (und mehr) wäre jedoch allenfalls mit dem 1881 patentierten Bruce Feed Hopper (Vertikaler Magazinladestreifen) zu erreichen, der kontinuierlich aus den entsprechenden Pappschachteln à 20 Zentralfeuerpatronen Kal. .45-70-405 Govt. zu je zwei Reihen befüllt wird.
Im weiteren Ablauf des Geschehens malt Dubinas Schreibstil den Waffengebrauch genauso detailreich aus, z.B. Einnebelung als Folge dichten blaugrauen Pulverdampfs des Treibladungsstoffs, Erhitzung der Schlosse bei permanenten Feuerstößen, nur durch Loslassen der Kurbel oder bei leergeschossenem Magazin unterbrochen, und ähnliche Dinge mehr.
Grob zusammengefaßt eine außergewöhnliche Story von Schuld und Sühne, die es am Rande bemerkt verdient gehabt hätte, eine filmische Umsetzung zu erfahren.  Dabei werden allerdings bekannte Topoi des Western bedient: Der einsame Held, ein gewesener Rebellen-Captain der C.S. Army aus Texas mitten im mexikanischen Unabhängigkeitskampf.  Das Traumata des bittersten Kapitels der U.S.-Geschichte, der verlorene Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden, Ausdruck jener inneren Zerrissenheit, lastet schwer auf seinen Schultern.  Nach fast zwei Jahren kehrt Matt Lewis zurück nach Diablo, unheilvolle Stätte einer von ihm befohlenen Füsillade von zehn als Geiseln benutzte Kriegsgefangene der Union Army.  Hier gerät er an vorgebliche Freiheitskämpfer auf Seiten von Präsident Benito Juárez (1806–1872) und hat eine von ihnen erbeutete Gatling Gun – historisch inkorrekte Zuordnung außerachtlassend! – gegen ein, die kleine Ansiedlung in Mexiko belagerndes Kürassier-Regiment der französischen Interventionsarmee unter Marschall François-Achille Bazaine (1811–1888) ins Feld zu führen; erhofft für sich in Tragik und Gebrochenheit dennoch Vergebung seiner Schuld.  (Im letzten Showdown tödlich verwundet, stirbt er am Schluß in den Armen einer jungen Einheimischen.)
Für Film-Enthusiasten:  Das Titelbild von Günter König (1920–1991), ehedem auflagenstärkster Romanheft-Illustrator Deutschlands, zeigt die graphische Wiedergabe eines Kino-Aushangfotos zum Western-Film Something Big („El Capitano“) mit Dean Martin (1917–1995) in zeichnerisch veränderter Physiognomie, um den US-amerikanischen Sänger, Schauspieler und Entertainer italienischer Abstammung nicht gleich offenkundig werden zu lassen.  Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil bei „Ronco – Der Geächtete: Die Todesmaschine“ sowie „Der Marshal mit der Gatling Gun“ erneut auf.

BERICHT ÜBER DIE WELT-AUSSTELLUNG ZU PARIS IM JAHRE 1867 – GATLING’S REVOLVER-KANONE.
Österreich-Ungarn/Central-Comité der Weltausstellung zu Paris 1867 (Hrsg.), Almanach
Textauszug (in der Originalschreibweise): „Gatling’s Revolver-Kanone. Diese Kanone, welche in ihrer mechanischen Einrichtung und Wirkungsweise von allen bisher gebräuchlichen Feuerwaffen wesentlich verschieden ist, und nach einer Reihe zahlreicher Versuche in den Vereinigten Staaten von Nordamerika zur definitiven Einführung gelangte, besteht aus zwei Haupttheilen, nämlich aus dem eigentlichen Schiessapparate und dem Gestelle.“
(Braumüller 1869, Zweiter Band: Werkzeuge und Maschinen (IV.) Verkehrsmittel (V.),
 S. 475 ff.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


BONANZA: THE DEFINITIVE PONDEROSA COMPANION.
Melany Shapiro, Sachbuch
Textauszug: “384. Terror at 2:00, (…)  Three men arrive in Virginia City posing as photographers covering a treaty signing between the Army and the Paiutes.  Their camera equipment hides a Gatling gun.  They plan to execute every citizen on the street at 2:00.  Their leader, Mr. Ganns, wants to start an Indian war, hoping that all redmen will be exterminated.“ 
(Cyclone Books, 1997, S. 150) 

 



BRONSON – DER HÄRTESTE TRUMPF DER TODESREITER: FEUERTEUFEL.
Lee Carson (d.i. Werner Dietsch; 1928–1997), Heftroman
Textauszüge:  „Was zum Vorschein kommt, sind Teile einer Gatling, einer Maschinenkanone.  Die schnellste Waffe, die es im Westen gibt.  Er setzt die Teile zusammen, bohrt mit einem Spiralbohrer Löcher in den Wagenboden, setzt die Lafettensäule auf dem Wagenboden auf und verschraubt sie dort.“
(Kelter 1983, Bronson Band 1, S. 38) 
„Die Gatling, die eine Rotationskanone ist, wird durch eine Drehkurbel bewegt.  Bei jedem Weiterdrehen löst sich ein Schuß.  Bronson hat sie scharf und entsichert, und dann beginnt er mit der rechten Hand zu drehen, während er mit der Linken die Zieleinstellung führt."

 (Ebd., S. 61)



BUGLES IN THE AFTERNOON.
(Das letzte Gefecht).

Ernest Haycox (1899–1950), Roman

Die Leihbuchausgabe ist unter dem Titel „Die Reinen und die Sündigen“ im Awa-Verlag erschienen.
Textauszug: „Dort befanden sich auch drei Gatling-Revolvergeschütze unter der Obhut von zwei Infanterieoffizieren und zweiunddreißig Mann; diese Vorläufer der Maschinengewehre bedeuteten eine Neuerung, die von der Kavallerie mit gemischten Gefühlen betrachtet wurde.“
(Heyne 1969, Heyne-Buch Nr. 2711/2712, S. 209)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.

CAMPESINOS STERBEN SCHNELLER.

Jerry Lonsdale (d.i. Günter Dönges; 1923–2001), Heftroman

Textauszug: {Nicht gesichtet.}

(Zauberkreis 1974, Halleluja Fun Nr. 1089)



 



CAPTAIN CONCHO - DER REBELL AUS TEXAS: GATLINGSCHLACHT AM MISSISSIPPI .
Bill Murphy (d.i. Günther Bajog; 1927–2006), Heftroman
Textauszug:  „Gespannt spähte Concho durch den Feldstecher.  Die Granaten durchschlugen die Aufbauten und Decks der Yankeeboote.  Unter dem harten Krachen der Explosionen schien sich die Stadt an den Fluß zu ducken.  Jede Bewegung erstarb.  Die Garben aus der Schnellfeuerkanone fetzten einen großen Teil der Rehling weg und deckten das Schiff förmlich ein.“
(Bastei 1983, Captain Concho Band 62, S. 10)
Editorische Randbemerkung:
Das Titelbild des türkischen Malers und Zeichners Ertugrul Edirne (1954–), der seit 1977 vor allem durch die Illustration zahlreicher Bastei-Romanheft-Reihen hervortrat, weist eine Divergenz hinsichtlich der Kurbelanbringung auf.  Eine Gatling Gun für Linkshänder [sic!] hat es nie gegeben; aus diesem Grunde auch keine Munitionszuführung auf der rechten Seite des Messinggehäuses.  Selbige wurde erst ab Model 1876 von links zur Mitte hin versetzt.  Entweder handelt es sich hierbei um rein künstlerische Freiheit oder eher seitenverkehrte Darstellung.  Historisch korrekt dagegen ist die Skizzierung einer mittig verlaufenden Line of sight (Visierlinie) über Rear Sight (Kimme) und Front Sight (Korn) zum Ziel hin.  Diese liegt erst ab Modell 1874 (vom Schützen aus gesehen) rechterhand.  Auffällig ist: Die fast schon gemäldehafte Coverabbildung taucht in gleichem Stil, wenn auch ästhetisch vergröbert und mit zweckentsprechender ‘Feminisierung’ bei „Lassiter – Der härteste Mann seiner Zeit: Lassiter und das Gatling-Girl“ erneut auf.


CAPTAIN CONCHO - DER REBELL AUS TEXAS: 
SPÄHTRUPP DER TODGEWEIHTEN.
Bill Murphy (d.i. Günther Bajog; 1927–2006), Heftroman
Textauszug: {Nicht gesichtet.} 
(Bastei 1983, Captain Concho Band 2)



 



CHRONICA – DOKUMENTATION AUS ALLEN ZEITEN IN WORT UND BILD FÜR FORSCHER UND SAMMLER FOLGE 17: GATLING’S REVOLVERKANONE
.
Faksimile-Nachdruck aus: „Der Stein der Weisen“. Illustrierte Halbmonatsschrift für Haus und Familie. Band 13, Wien 1895.
Textauszug (in der Originalschreibweise): „Die bezüglichen Verbesserungen beziehen sich hauptsächlich auf den Mechanismus des Magazins, während die gezogenen Revolverrohre meist in der ursprünglichen Form gehalten bleiben.  Das neue Magazin der Gatling⸗Kanone erleichtert die Manövrirfähigkeit des Geschützes, dessen Drehung und Einstellung des Rohres in den richtigen Neigungswinkel in ganz besonderem Maße.  Gleichzeitig wird die Schnelligkeit im Feuern bedeutend erhöht und der Patronensatz kann unter jedem beliebigen Elevationswinkel des Rohres abgeschossen werden.  Diesen Vortheil entbehrte die alte Type der Gatling⸗Kanone, bei welcher die Anzahl der einzuführenden Patronen immer vom Elevationswinkel abhängig war und diesem angepaßt werden mußte.“

(Publizistisches Archiv Karl R. Pawlas o.J., 4 Seiten, 4 Bilder)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


CLINT EASTWOOD.
(Clint Eastwood: Seine Filme – Sein Leben).
Gerald Cole, Peter Williams, Sachbuch
Textauszug: „Während sie ihren Treueeid schwören, schlagen einige Soldaten eine Plane zurück und mähen sie mit einem darunter versteckten Gatling-Maschinengewehr nieder.  Wales, der das Ganze aus der Ferne beobachtet hat, greift an, erbeutet die Gatling, richtet sie auf die Unionssoldaten und flüchtet dann mit dem einzigen Überlebenden, (…).“
(Heyne 1986, Heyne-Buch Nr. 32/92, S. 220)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


CRAZY HORSE AND CUSTER.
(Der Häuptling und der General – Entscheidungsschlacht am Little Bighorn).
Stephen E. Ambrose (1936–2002), Sachbuch
Textauszug: „Als Terry ihm befahl, in Richtung des indianischen Lagers vorzurücken und sich erbot, ihm die kleinen Kanonen sowie vier Schwadron des 2. Kavallerieregiments mitzugeben, lehnte Custer beides ab.“
(Droemer Knaur 1980, S. 369)
Editorische Randbemerkung:
Mit dem absolut untechnischen Ausdruck ‘kleine Kanonen’, den der Fachmann nicht benutzt, meint der Romancier/Übersetzer anscheinend die vom Draufgänger mit deutschen Wurzeln, Lt.-Col. George A. Custer (1839–gef.1876; Custer = Küster), zurückgelassenen drei ‘Model 1866, .50-caliber, six-barreled Gatling Guns’.


CUSTER’S GATLING GUNS: WHAT IF HE TAKEN HIS MACHINE GUNS TO THE LITTLE BIG HORN?
Donald F. Myers (1927–2020), Fachbuch
Rezension: “Myers writes well and does a great job writing combat scenes.  He also understands the crucial role firepower played at the Little Bighorn in 1876,  I enjoyed his reconstruction of the battle and his explanations of how the guns could have been transported and deployed in that legendary fight.“
(John M. Lane, zitiert nach: https://www.allbookstores.com/Custer-Gatling-Guns-What-Had/9781926585017, abgerufen am 31. Dezember 2020)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.

CUSTER’S LAST STAND.
(Ein guter Tag zum Sterben).
Will Henry (d.i. Henry Wilson Allen; 1912–1991), Roman
Textauszug:  „Custer hatte folgende Streitmacht bei sich: zehn Trupps Kavallerie, die Regimentskapelle, zwei Kompanien Infanterie, einhundert Wagen, drei Revolverkanonen, eine 3-Zoll-Kanone, eine Rinderherde für die Versorgung der Soldaten, eine Gruppe Zeitungsreporter, Fotografen und andere Gäste aus dem Osten.“

(Heyne 1978, Heyne-Buch Nr. 2474, S. 32)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.

DEUTSCHES WAFFEN-JOURNAL (DWJ) – BESUCH IM TØJHUSMUSEET.
N.N., Reportage über Königlich dänisches Zeughausmuseum, Kopenhagen
Bildbeschreibung: „6 1''-Gatling-Revolverkanone Patent 1865.  Kanone wurde von Colt in Hardford hergestellt, die Lafette stammt aus Karlsruhe.“

(DWJ 19??, Periodicum, Ausgabe ?, S. 1018 ff.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.

Dr. Richard Jordan Gatling‘s GATLING GUN PATENT DRAWINGS.
Ron Ruble, Fachbuch

Textauszug:  This book contains copies of all Dr. Gatling’s original Gatling Gun patent and patent drawings from the United States Patent Office. Also included are the patent drawings of the Broadwell Drum Feed, Bruce feed and Accles feed that was used on Colt Gatling Guns. Shortly after the outbreak of the American Civil War, Dr. Richard J. Gatling began work on his most famous invention. A prototype gun was made late in 1861 and was demonstrated in Indianapolis early in 1862. On November 4, 1862, Dr. Gatling received the first of his 10 patents for the famous gun that etched his name into history forever. The Gatling Gun was sometimes called by Dr. Gatling, Colt Firearms Company and the United States Patent Office as a battery gun, rotating battery gun, rotating cannon and machine gun. When the "modern" machine gun was made, it was referred to as an automated machine gun. These patent drawings provide a step back in time to view a technically advanced 19th century weapon that changed history.”

(Ron Ruble Enterprises 2009)



EDGE: APACHE DEATH
.
(Keine Hoffnung mehr für Rainbow – Aus der Reihe ‘John Flint’).
George G. Gilman (d.i. Terry Harknett; 1936–2019), Roman
Textauszüge:  „Murray ignorierte ihn.  »Leutnant, bringen Sie die Gatling-Gun auf das Dach des Arsenals in Stellung.  Ich glaube zwar nicht, daß die Halbwilden uns überrennen, aber sicher ist sicher.«  Seine Befehle kamen jetzt entschlossen und schnell.
»Sie haben eine Gatling-Gun hier?« fragte Flint.
»Kennen Sie die Waffe?«
»Ich habe die Dinger im Bürgerkrieg gesehen.  Hatten mehr Ladehemmung, als daß sie funktionierten.«
»Die Armee kaufte hundert Stück davon in diesem Jahr.  Sogar wir haben eins bekommen …«  (…)“

(Bastei 1978, Neue Western aus Amerika Band 40 004, S. 151)

„Auf dem Depot hatte Sawyer inzwischen die Gatling-Gun aufgebaut und fütterte die Gurte mit Patronen.
Das Gewehr stand auf einem Dreifuß und besaß sechs Läufe, jeder mit separatem Bolzen, Feuer- und Lademechanismus.
»Wieviel Schuß spuckt das Ding in der Minute aus?« rief Flint hinüber.
»Wenn man dem Hersteller glauben kann, etwa 300«, antwortete Sawyer.  (…)“
(Ebd., S. 153)
Editorische Randbemerkung:
Die handgetriebene Gatling Gun hat keine Gurtzuführung der Patronenmunition wie ein heutiges MG; vergleichbares Feed Strip System (bis zu 30 mal wiederladbare Zinnstreifen à 20 Schuß im Kal. .30-40 Krag-Jorgenson) ähnlich der Hotchkiss Revolving Gun kam erst bei Modellen 1893 bis 1897 zur Anwendung, erwies sich im Felddienst jedoch als wenig praktikabel.
„Die sechs Läufe begannen zu rotieren und spieen den Angreifern Tod und Verderben entgegen.
Doch wie Flint vorausgesehen hatte, setzte kaum 15 Sekunden später das Schnellfeuer aus.  (…)“
(Ebd., S. 155)
„Flint packte die Gatling und zog den Abzug durch.  Das tödliche Blei aus sechs Läufen pflügte den staubigen Boden vor dem Frachtwagen auf, zuckte dann hoch, als Flint den Kolben nach unten drückte.
Drucker feuerte noch genau einen Schuß ab, bevor ihn die Garbe der großkalibrigen Geschosse traf.  (…)“
(Ebd., S. 158)
Editorische Randbemerkung:
Die handgetriebene Gatling Gun weist bekanntermaßen keinen Abzug auf, sondern eine Kurbel zum Zweck der Schußabgabe.  Genausowenig einen hinteren Teil des Gewehrschaftes, sprich: Kolben, sondern einen Schwenkhebel für jedweden Elevationswinkel; wird infolgedessen nicht an der Schulter angeschlagen und abgefeuert wie ein heutiges MG.


ENCYCLOPEDIA OF INDIAN WARS: WESTERN BATTLES AND SKIRMISHES, 1850 – 1890.
Gregory F. Michno (1948–), Nachschlagewerk

Textauszug: “30. August 1874
Mulberry Creek/Palo Duro (Tex.)
Capt. Adna R. Chaffee called out to the 6th Cavalrymen to keep moving.  Even the Gatling guns, under Lt. James W. Pope, got into the action.  Every time the Indians tried to make a stand, the artillery and Gatling guns would open up, followed by a charge.”
(MP 2003, S. 282)


ENZYKLOPÄDIE 2000 – DAS MODERNE FARB-LEXIKON IN FOLGEN.
Gerd Seibert & Erhard Wendelberger (Hrsg.), Nachschlagewerk
Textauszug: „Waffen.
Maschinenwaffen.  (…)  Erst im amerikanischen Bürgerkrieg war das Gatling-Geschütz zum Einsatz gekommen, eine Waffe mit Lafette, bei der sich, durch eine Kurbel bewegt, mehrere Läufe um eine zentrale Achse drehen, wobei jeder Lauf aus dem Magazin mit einer Patrone geladen und das Schloß gespannt wird.  In seiner untersten Stellung wird jeder Lauf abgefeuert.  Diese Waffe hatte bereits eine theoretische Feuergeschwindigkeit von 800 bis 1000 Schuß pro Minute.  Nach ähnlichen Systemen wurden in den folgenden Jahren sogenannte Revolverkanonen gebaut, die alle in kurzer Zeit mehrere Schüsse abfeuern konnten.“

(Wissen 1972, Band 12, Ukw – Zyt, S. 5106 f.)
Es gilt weiterhin: Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


THE FILMS OF GARY COOPER.
(Gary Cooper und seine Filme).
Homer Dickens, Sachbuch
Textauszug: „Er schneidet die Transportboote der Indianer los und wirft ihr Maschinengewehr in den Fluß,  (…).“

(Goldmann 1982, Verlagsnummer 10218, S. 157)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.




FORT ALDAMO – DIE ABENTEUER DES MASTER SERGEANT FINNEWACKER: QUER DURCH DIE HÖLLE.
Frank Callahan (d.i. Jürgen Duensing; 1941–2021), Heftroman
Prolog:  „(…)  Hoogan ist Captain der US Army.  Ein netter Kerl.  Aber ein Greenhorn, das man vor eine fast unlösbare Aufgabe gestellt hat: den Transport von fünfzig Gatling Guns nach Mexiko.  Es geht quer durch die Hölle – endlose Meilen glutheißer, öder Wüste warten auf den Treck.  Und gnadenlose Banditenhorden, die mit den Schnellfeuerkanonen ganze Bundesstaaten erobern könnten.  (…)“

(Bastei 2016, Fort Aldamo 2. Auflage Band 29, S. 3)


FORT ALDAMO – DIE ABENTEUER DES MASTER SERGEANT FINNEWACKER: EIN FINNEWACKER GIBT NIE AUF!
Frank Callahan (d.i. Jürgen Duensing; 1941–2021), Heftroman

Textauszug:  „Der rothaarige Sergeant nagte an seiner Unterlippe.
»Glaube schon, dass es klappt«, murmelte er.  »Ich habe einen Überbestand an Magazinen für unsere Gatling.  Ist nicht viel, doch für den Anfang würde es auf jeden Fall reichen.  Später besorge ich mehr. Kenne da jemanden in …«  (…)“
(Bastei 2016, Fort Aldamo 2. Auflage Band 30, S. 16)


GASW Newsletter – The Wounded Knee medals of honor should be rescinded.
Tagungsthema: Diskurse zur Rolle der Kavallerie in den Indianerkriegen, Materialien zur Jahrestagung 2015 der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Western e.V.
Textauszüge: “(…)  Here, the Indian encampment was surrounded by the full muster of the 7th cavalry regiment, armed with an artillery of four Hotchkiss guns.  (…)  With fire from the four Hotchkiss guns and with over 500 soldiers encircling the tipis on all four sides, several of the 7th cavalry fell to friendly fire.  (…)”

(GASW Juni 2015, o. S.)

„Auf den Hügeln über dem Lager wurden Hotchkiss-Maschinenkanonen aufgestellt.  (…)  Von den Hügeln über dem Lager begannen die Hotchkiss-Kanonen zu dröhnen und hämmerten ihre Granaten mitten in das Lager der schwachen, kranken Sioux, mitten hinein in den Pulk der Frauen und Kinder.  Die Geschosse zerfetzten die einfachen Deckenzelte und mähten die Menschen nieder wie Kornhalme.  Verzweifelt flüchteten die Squaws, die dem ersten Geschoßhagel entgingen, mit ihren Kindern ins Hügelland.  (…)”

(Ebd., Die Buffalo Soldiers, o. S.)


THE GATLING GUN.
Paul Wahl (1922–) & Donald R. Toppel, Fachbuch
Textauszug: “Additional improvements, patented April 9, 1872, included a new type of hopper to accept a drum feed.  This unusual magazine, known as the Broadwell drum—after L. M. Broadwell, a Gatling Gun Company employee, who evidently devised it, consisted of a circular cluster of twenty vertical magazines, each containing twenty cartridges.  In use, it was attached to the top of a special hopper on the gun.  As each magazine was exhausted, the gunner manually rotated the drum to the next position, bringing a full magazine over the mouth of the hopper, until all twenty magazines were emptied—a total of 400 roundes.”

(Herbert Jenkins 1966, S. 49)


Gatling Gun: 19th Century Machine Gun To 21st Century Vulcan.
Joseph Berk (1951–), 
Fachbuch 
Rezension: “A fairly concise yet complete review of the many variants of the famous Gatling gun. Here are traced its roots from the invention of Richard Gatling, its priciples of working, its evolution into the 20mm Vulcan and all the subsequent evolution thereon. Also included are a description of the 30mm GAU-8A Avenger cannon, mounted on the Thunderbolt tank-buster aircraft, the Phalanx Close-in Weapon System for ship protection, Vulcan Air defense System, pod mounted Gatling guns and a history of the development of the Gunship Aircraft. Probably the only book in commerce to treat every facet of these related but very specialistic topic. Very worth the price if you are curious about this fearsome weapon system.” (Emanuele, zitiert nach: https://www.amazon.de/Gatling-Gun-Century-Machine-Vulcan/dp/0873646444, abgerufen am 25. Dezember 2020)


THE GATLING GUN NOTEBOOK – A COLLECTION OF DATA AND ILLUSTRATIONS.
James B. Hughes, Fachbuch

Textauszug: Introduction. The data and illustration were taken from contemporary sources published in the United States and Europe. Your author apologizes for the uneven quality of the line drawings used to illustrate the Gatling Guns and their related accessories and ammunition. However, many were copied from crumbling, yellowed paper. Most are over 100 years old. They are the best that could be found to achieve my goal of illustrating this book using only “antique drawings.” This effort has taken several years to accomplish.”

(Andrew Mowbray Inc. 2000, S. v)



GATLING-SALLY.
John F. Beck (d.i. Florian Beck; 1941–), Heftroman

Textauszüge: „Währenddessen flog die Wagenplane hoch. Das Laufbündel der Schnellfeuerkanone starrte Webster und seinen Kumpanen entgegen. Geduckt, eine Hand an der Kurbel, stand Sally hinter der gefährlichen Waffe.“ (…)

(Zauberkreis o. J., Silber Western Band 1658, S. 19)

„Die Gatling bestreute die Fläche zwischen dem Canyon und der Anhöhe mit Blei. Heftiger Beschuß antwortete. Steinsplitter wirbelten über Jim, Sally und John.

»Sie ziehen sich zurück«, rief Sally. Jim öffnete eine neue Munitionskiste. John brannte ein Zigarillo an. Die Gatling qualmte.“ (…)

(Ebd., S. 39 f.)

„Die Gatling fetzte. Jim glaubte, seine Trommelfelle müßten platzen. Feuerstöße hieben an ihm vorbei. Er sah hochgeworfene Arme und blutüberströmte Körper. Das Hämmern der Gatling übertönte die Schreie. Der Wagen sauste vorbei, auf die Männer am Feuer zu.

Die Gatling mähte alles nieder. Eine Geschoßgarbe traf die an der Klippe gestapelten Goldbarren. (…)

(Ebd., S. 53)



Geier über Fort Massac
.
Peter Dubina (1940–1990) mit H.C. Nagel (d.i. Herbert Christian Nagel; 1924–2016), Roman
Textauszüge: Und aus dieser Stellung ragte ein schenkeldickes Rohr hervor – oder besser: ein Kühlmantel der einen ganzen Kranz einzelner Läufe umschloß.“
(Kelter 1972, Taschenbuch-Western 580, S. 117 ff.)
Editorische Randbemerkung:
Der Ausdruck ‘schenkeldick’ in Verbindung mit dem Rohrbündel im geschlossenen Bronzemantel dürfte eine etwas ungeschickte Formulierung darstellen.
„Das Sicherheitsventil des Kühlmantels begann schon leise zu zischen, als die Gatling endlich verstummte.“
Editorische Randbemerkung:
Eine wassergekühlte Gatling Gun gab es in concreto, allerdings erst bei Army Model 1893 Electric [sic!], wahlweise mit Motor- oder Handantrieb.
„Ein verzweifelter Schlag des Captains ließ endlich den Munitionskranz der Gatling einrasten.  Sofort warf er sich wieder in die Schulterbügel und betätigte die Kurbel, kaum daß er den dicken Lauf weit genug gesenkt hatte.“
Editorische Randbemerkung:
Die Bezeichnung ‘Munitionskranz’ deutet auf das federbetriebene Accles Drum Feed hin in dem die Patronen spiralförmig aufgenommen werden.  Folgerichtig spricht der Autor hier von Army Model 1883 mit 10 „Musket Length“ (32 in.) Rohre im geschlossenen Bronzemantel.  Eine Gatling Gun an der Schulter anzuschlagen und abzufeuern, wie bei modernen MGs, gab es in praxi nie.
Im Sinne dieser kleinen Einschränkungen kann der Roman, obwohl durchaus lesenswert, nicht ganz an die anderen Werke von Dubina heranreichen, die waffentechnisches Know-how fachmännischer einzuflechten wissen.


Glory Trail.
(Im Feuer der Sioux).
Gordon D. Shirreffs (1914–1996), Kurzgeschichte
Heyne-Anthologie „Ein Ranger gibt nicht auf“.
Textauszüge: „Auf einem Hügel etwa eine halbe Meile weiter nördlich fanden sie zwei leere Accles-Ersatztrommeln für die tödliche Schnellfeuerwaffe, aber nicht die geringste Spur von der Revolverkanone selbst.“ 
(Heyne 1984, Heyne-Buch Nr. 05/2686, S. 143)
Editorische Randbemerkung:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.  Der Erwähnung von federbetriebenen Trommelmagazinen Accles Drum Feeds nach zu urteilen, in denen die Patronen spiralförmig aufgenommen werden, dürfte es sich bei der nicht näher bezeichneten Waffe um Army Model 1883 mit 10 „Musket Length“ (32 in.) Rohre im runden, kanonenrohrähnlichen Bronzemantel handeln.
„Als sie noch hundertfünfzig Meter entfernt waren, stand Doug auf, schwang den Lauf der Schnellfeuerkanone herum und drehte die Kurbel.
Doug feuerte so lange, bis die Trommel leer war.  Während er sich hastig abmühte, eine neue Trommel einzusetzen, hörte er das Geschrei der überraschten Krieger und die Schreie der verletzten Pferde.
(…)  Wieder begann Doug die Kurbel zu drehen.  Die heiße Luft über der Revolverkanone begann zu flirren.“
(Ebd., S. 161)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


GNADE SPRICHT GOTT – AMEN MEIN COLT: MOTIVE, SYMBOLIK UND RELIGIÖSE BEZÜGE IM ITALOWESTERN: 1.000 Kugeln für ein Halleluja.
Michael Striss (1962–), Sachbuch
Textauszug: „(…)  Wer sich nicht nur einem oder wenigen Gegnern, sondern einer Horde von unzähligen Banditen oder Söldnern gegenübersieht, der wird mit einem Sechsschüsser allein nicht weit kommen.  Was dann zählt, ist allein die Effizienz.  Dazu wird entsprechend schweres Gerät benötigt.  Und je breiter die Streuung, umso unbedeutender ist dann noch die Treffsicherheit eines Schützen.
Das dürfte der Hauptgrund dafür sein, wenn Corbuccis DJANGO die Strapazen auf sich nahm, in einem Sarg ein Maschinengewehr hinter sich her zu schleppen.  Er bekommt es mit der vielköpfigen Bande des Majors Jackson zu tun, der er sich nicht anders zu erwehren weiß.  Er war nicht der Erste, denn auch Ramón Rojo in FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR hatte sich schon mit wahrer Freude des MGs bedient; gleichwohl wirkte Django damit stilbildend und zog nicht nur jenen Sarg, sondern auch eine Reihe von Filmhelden nach sich, die ebenfalls die schwere Artillerie bevorzugten.  (…)“

(Büchner 2018, V. Kapitel: Requisiten und Rituale, S. 375 ff.)
Editorische Randbemerkung:
Obgleich in diesem Zusammenhang explizit nicht von der Gatling Gun die Rede ist, bezieht sich der Inhalt des Abschnitts „1. Jetzt sprechen die Pistolen: Waffen“ auf jene unrealistischen Geräte, die als genretypische ‘Ballerapparate’ nach dem Gatling-Prinzip öfters die Grenze zum Lächerlichen überschreiten.


DER GRINGO MIT DER GATLING GUN.
Gene Henderson (d.i. Joachim Kobusch), Heftroman
Textauszug: {Nicht gesichtet}.

(Bastei 19??, Texas-Western Band 570)
Editorische Randbemerkung:
Das Titelbild von N.N. weist eine comichaft überzeichnete ‘Schießmaschine’ nach dem Gatling-Prinzip mit 20 [sic!] Rohre auf.  Eine solche hat es nie gegeben.  Der oder die Illustratoren lassen sie zudem aus dem oberen [sic!] Rohr feuern statt dem unteren.  Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um rein künstlerische Freiheit des optischen Effekts willen, die sich so auch im geschriebenen Wort beim Showdown ausdrückt.
Für Film-Enthusiasten:  Als Vorlage hat aller Wahrscheinlichkeit nach ein Szenenfoto aus dem Italo-Western QUEL CALDO MALEDETTO GIORNO DI FUOCO („Django spricht kein Vaterunser”) bzw. LOS AMIGOS („Das Lied von Mord und Todschlag”) hergehalten.  Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil auch bei „Lassiter – Der härteste Mann seiner Zeit: Das Todeslied der Gatling Gun“ erneut auf.


DAS GROSSE BUCH DER INDIANER – 1. Band: Alle Stämme, 2. Band: Alle Kriege.
Joachim Hack (Hrsg.), Sachbuch

Textauszug: „General Terry bot ihm darüber hinaus eine Verstärkung der Truppen durch vier Einheiten der Zweiten Kavallerie und einen Artilleriezug an.  Custer lehnte ab – er befürchtete, daß die schweren Feldgeschütze [Gatling guns, A.d.V.] sein Tempo verlangsamen würden.  Doch vielleicht ging es ihm allein darum, den erwarteten Ruhm nicht mit anderen Einheiten teilen zu müssen.“

(Lempertz 2021, 2. Bd.: Alle Kriege, S. 206)

„Als die Sioux von Big Foot am Morgen des 29. Dezember erwachten, sahen sie sich von 500 Soldaten umstellt.  Diese hatten darüber hinaus Hotchkiss-Kanonen in Position gebracht.“

(Lempertz 2021, 2. Bd.: Alle Kriege, S. 249)



GUNS.
(Feuerwaffen – Entwicklung und Geschichte: Der Hinterlader setzt sich durch).
Dudley Pope (1925–1997), Fachbuch
Textauszug: „Es gab verschiedene Modelle.  Das weitestverbreitete hatte zehn Läufe (Kaliber 11,3 mm) und konnte pro Minute über 600 Schuß abgeben.  Die schweren Geschosse und die für die damalige Zeit ungeheuere Feuergeschwindigkeit machten dieses Gewehr zur idealen Waffe in den Kolonialkriegen des ausklingenden 19. Jahrhunderts.  Jedoch hatten diese ersten Modelle zwei Nachteile: sie verwendeten dünnwandige Patronen vom Typ Boxer, die oft klemmten, und der Soldat mußte beim Drehen der Kurbel Kaltblütigkeit beweisen.

(Edito-Service 1971, S. 201 ff.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


GUNS & AMMO GUIDE TO GUNS OF THE GUNFIGHTERS – GEORGE ARMSTRONG CUSTER.
George R.R. Martin, Publisher (1948–), Fachbuch
Textauszug: “Custer had decided to leave the regiment’s Gatling guns behind because the spavined and sicky mules needed to draw the guns and had the thousands of extra rounds of ammunition required to service these weapons would slow the column down too much.”

(Staff Report, Petersen 1975, S. 215)


 



THE GUNSMOKE YEARS.
John Peel (1939–2004), Sachbuch
Textauszug: “517) Morgan (…)  Matt escorts a shipment of gold back to Dodge.  Cole Morgan and his gang, armed with cannon [Gatling gun, A.d.V.], take over the town and await his arrival.”

(Pioneer Books, 1989, S. 150)



 



GUNSMOKE – A COMPLETE HISTORY AND ANALYSIS OF THE LEGANDARY BROADCAST SERIES WITH A COMPREHENSIVE EPISODE-BY-EPISODE GUIDE TO BOTH THE RADIO AND TELEVISION PROGRAMS.
SuzAnne Barabas (1949–), Gabor Barabas (1948–), Sachbuch

Textauszüge: “The Goldtakers.  (…)  As a cover-up, Britton claims that his troops are preparing to test a new rapid fire weapon.  (…)”

(McFarland, 1990, S. 601)

“Morgan.  (…)  It is a race against the clock for Morgan, who orders his captives to heal his wounds and repair his gatling gun overnight.  (…)”.

(Ebd., S. 654)


HANDBOOK OF TH GATLING GUN, CALIBER .30 – MODELS OF 1895, 1900, AND 1903 – METALIC VARIAGE AND LIMBER AND CASEMATE MOUNT.
Anonym, Fachbuch
Beschreibung: “This early work was originally published in the early 20th century and we are now republishing it.  'Handbook of the Gatling Gun, Caliber .30 – Models of 1895, 1900, and 1903 – Metallic Carriage and Limber and Casemate Mount' is a manual that provides information on the construction and maintenance of a Gatling gun.  This is an excellent publication for anyone interested in the technical aspects of weaponry.”

(Whitaker Press, 2013)


THE HAVE GUN – WILL TRAVEL COMPANION.
Martin Grams, Jr. (1977–), Les Rayburn, Sachbuch
Textauszug: “Finally reaching their destination, Paladin and Mike are ordered by the Indians to demonstrate how the gun works.  At first, Paladin tries to use a damaged cartridge, but the Indians threaten to kill Mike’s wife if he doesn’t use it on the approaching Cavalry troop.  Reluctantly, Paladin loads a good cartridge, as he orders Mike to go to his wife.  Very quickly, Paladin spins and uses the gun on the Redskins, knocking them down like lumbermen do with trees.  Paladin takes a hit and Mike takes over the gun, shooting the last of the Indians.”

(OTR 2000, S. 317)


THE HISTORY OF COLT FIREARMS.
(Die Waffen von Colt).
Dean K. Boorman (1927–), Fachbuch
Textauszug: „Die ersten Patronen hatten noch ein separates Zündhütchen.  Im Jahre 1865 wurde dann aber die Zentralfeuerpatrone Kaliber .50 entwickelt, und die Waffe wurde auf diese wirksamere Munition umgestellt.  Das Heer interessierte sich schließlich doch noch dafür und bestellte bei Gatling 100 Waffen, zur Hälfte im Kaliber .50 (12,7 mm) und zur anderen Hälfte im einzölligen Kaliber (25,4 mm), aus denen man Sprenggeschosse verschiessen wollte.  Da Gatling für seine Waffen einen Hersteller brauchte, erteilte er Colt den Fertigungsauftrag.”

(Motorbuch 2003, S. 83)


HISTORY OF THE GATLING GUN DETACHMENT, FIFTH ARMY CORPS AT SANTIAGO, WITH A FEW UNVARNISHED TRUTHS CONCERNING THAT EXPEDITION
1st Lieut. John H. Parker (1866–1942), Fachbuch, Neuauflage
Beschreibung: “(…)  From thence on, Parker's Gatlings were our inseparable companions throughout the siege.  They were right up at the front.  When we dug our trenches, he took off the wheels of his guns and put them in the trenches.  His men and ours slept in the same bomb-proofs and shared with one another whenever either side got a supply of beans or coffee and sugar.  At no hour of the day or night was Parker anywhere but where we wished him to be, in the event of an attack.  If a troop of my regiment was sent off to guard some road or some break in the lines, we were almost certain to get Parker to send a Gatling along, and, whether the change was made by day or by night, the Gatling went.  Sometimes we took the initiative and started to quell the fire of the Spanish trenches; sometimes they opened upon us; but, at whatever hour of the twenty-four the fighting began, the drumming of the Gatlings was soon heard through the cracking of our own carbines.  (…)”

(Forgotten Books, 2018)


LES HORS-LA-LOI / OUTLAW.
(Die Blauen Boys – Vogelfrei).
Louis Salvérius (1935–1972), Raoul Cauvin (1938–2021), Comic-Album
Textauszug (Sprechblase): „KOMISCHE KNARRE! MAN NENNT SIE AUCH MASCHINENGEWEHR! LEIDER KANN HIER NIEMAND DAMIT UMGEHEN!  IHR WERDET ES UNS ZEIGEN! NOCH HEUTE ABEND WILL ICH DAS SÜSSE KNALLEN DER KUGELN HÖREN!“

(Salleck 2021, Die Blauen Boys – Gesamtausgabe Bd. 4, S. 148 f.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


INDIANER – LEGENDE UND WIRKLICHKEIT VON A-Z.
H.J. Stammel (d.i. Heinz-Josef Stammel; 1926–1990), Nachschlagewerk
Textauszüge: „Am 14. April 1867 erschien General Hancock mit einer Armee von 1 400 Soldaten, Infanterie, Kavallerie und Artillerie (Berghaubitzen und Gatling-Schnellfeuerkanonen im Gebiet der Smoky Hill-Überlandstraße nach Colorado.  (…)“

(Bertelsmann 1977, S. 177)

„(…)  marschierte Custer mit einem Expeditions-Korps von ca. 1 000 Soldaten und mit einer Geologen-Prospektorengruppe, bewaffnet mit neuen Repetiergewehren und Revolvern, Kanonen und Schnellfeuerkanonen am 2. Juli 1874 in das Sioux-Gebiet ein,  (…)“ 

(Ebd., S. 186)

„Vier Armeen unter den Generalen Howard, Gibbon und Miles unter dem Colonel Sturgis, versuchten mit 5 000 Soldaten, mit Kanonen, Schnellfeuerkanonen, Kavallerie, Infanterie und Artillerie die 250 Krieger und 450 Frauen und Kinder auf ihrem 4 000 Kilometer langen Gewaltmarsch unter ihre Kontrolle zu bringen.“

(Ebd., S. 191)


JACK SLADE: GATLING GIRL.
Jack Slade (Sammelpseudonym), Heftroman
Textauszug:  „(…)  Eine Wunderwaffe sollte es sein, eine wahre Höllenmaschine, die eine große Anzahl von Geschossen schnell hintereinander abfeuern konnte.  Der Erfinder dieser Waffe war ein Mann namens Richard Gatling, und was den Captain beunruhigte, war eigentlich nicht die Waffe selbst.  Nein, vor einigen Monaten hatte dieser Mr. Gatling seine Waffe zum Patent angemeldet und eine Annonce in einer der größten Zeitungen der Gegend aufgegeben.  Es war so sicher wie das Amen in der Kirche, dass dieses Gerät noch andere Interessenten als die Regierung finden würde.“

(Bastei 2000, Jack Slade Band 226, S. 4)
Editorische Randbemerkung:
Das Cover Art des spanischen Malers und Zeichners Sebastián Boada i Puigdomènech (1935–), der seit 1978 vor allem als Illustrator und Titelbildzeichner für die Agentur Norma Editorial tätig ist, weist ahistorisch als MG in etwa einen wassergekühlten Rückstoßlader Kal. .30, Browning Modell 1917 A1 mit Gurtzuführung und ziemlich beeindruckenden Mündungsfeuer auf, anstatt wie eigentlich zu erwarten, die titelgebende Gatling Gun.


JUDAS GUN
(Lohn der Hölle)
.
Gordon D. Shirreffs (1914–1996), Roman
      
Textauszug der deutschen Übersetzung: „In dem Turm befand sich ein Gatling-Maschinengewehr, welches das Innere des Gefängnishofes, zwei Wände und das Tor bestreichen konnte und das Blei-Rundkopfgeschosse vom Kaliber XX.45/70 mit einer Geschwindigkeit von 350 Schuß pro Minute ausspeien konnte.“

(Xenos 1977, Xenos Super-Western Nr. 16W76, S. 37)

Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.



LASSITER - DER HÄRTESTE MANN SEINER ZEIT: LASSITER UND DAS GATLING-GIRL.
Jack Slade (Sammelpseudonym), Heftroman
Textauszug:  „Eine Drehkanone mit zehn Läufen und einem langen Stangenmagazin, auf ein Gestell montiert.  Die Gatling hatte ein rundes Lochvisier, konnte mit einem Hebelmechanismus nach beiden Seiten und auf und ab geschwenkt werden und wurde mittels einer Kurbel abgefeuert.
Diese Kurbel drehte die Trommel entgegengesetzt zum Laufbündel und löste die Schüsse aus.  Ein erfahrener Schütze konnte mit einem Gatling-Maschinengewehr ein mörderisches Feuer eröffnen.
Meist bedienten zwei Mann die Gatling, denn beim Magazinwechsel mußte es schnell gehen.“

(Bastei 1975, Lassiter-Erstdruck Band 302, S. 57 f.)
Editorische Randbemerkung:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.  Von dieser Waffe wird der Beschreibung nach angenommen, daß sie ein Trommelmagazin aufweist.
Das Titelbild des türkischen Malers und Zeichners Ertugrul Edirne (1954–), der seit 1977 vor allem durch die Illustration zahlreicher Bastei-Romanheft-Reihen hervortrat, weist eine Divergenz hinsichtlich der Kurbelanbringung auf.  Eine Gatling Gun für Linkshänder [sic!] hat es nie gegeben; aus diesem Grunde auch keine Munitionszuführung auf der rechten Seite des Messinggehäuses.  Selbige wurde erst ab Model 1876 von links zur Mitte hin versetzt.  Entweder handelt es sich hierbei um rein künstlerische Freiheit oder eher seitenverkehrte Darstellung.  Historisch korrekt dagegen ist die Skizzierung einer mittig verlaufenden Line of sight (Visierlinie) über Rear Sight (Kimme) und Front Sight (Korn) zum Ziel hin.  Diese liegt erst ab Modell 1874 (vom Schützen aus gesehen) rechterhand.  Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil, wenn auch in verfeinerter Form ohne Genre-Klischee der ‘Feminisierung’, bei „Captain Concho – Der Rebell aus Texas: Gatlingschlacht am Mississippi“ erneut auf.


LASSITER - DER HÄRTESTE MANN SEINER ZEIT: LEKTION FÜR LADY LUISA.
Jack Slade (Sammelpseudonym), Heftroman
Textauszug:  „Die schwere Waffe dort am Fluss bot einen spektakulären Anblick in ihrer todbringenden Schönheit.  Es war das neueste Modell, die »Colt Bulldog Gatling Gun« von 1877.  Das Gehäuse, das die zehn Läufe enthielt, und weitere Teile bestanden aus poliertem Messing.
Die großen, eisenbereiften Speichenräder und die Lafette bestanden aus hellbraunem Eschenholz und bildeten einen eindrucksvollen Kontrast zu dem golden in der Sonne glänzenden Messing.  Die Maschinenkanone hatte zehn Läufe im Kaliber .45 und erreichte eine Feuergeschwindigkeit von tausend Schuss pro Minute.“

(Bastei 2018, Lassiter Band 2415, S. 8 f.)


LASSITER - DER HÄRTESTE MANN SEINER ZEIT: MIRANDA UND DER GATLING-EXPRESS.
Jack Slade (Sammelpseudonym; d.i. Corina Bomann), Heftroman
Textauszug:  {Nicht gesichtet.}

(Bastei 2006, Lassiter-Erstdruck Band 1773)


LASSITER - DER HÄRTESTE MANN SEINER ZEIT: DAS TODESLIED DER GATLING GUN
Jack Slade (Sammelpseudonym; d.i. Horst Friedrichs), Heftroman
Textauszüge:  „Beecher stieß einen Pfiff aus.  »Maschinenkanonen. Von der Army ausgemustert?«
»So ist es.  Ich habe natürlich auch Munition für die beiden Schätzchen.  Nummer eins ist für mich die Gatling.  Ein neueres Modell, das schon Metallpatronen verfeuert.  Mit ihrer Schussfrequenz ist die Gatling unübertroffen, übrigens eine Infanteriewaffe.  Die Hotchkiss ist ein Artilleriegeschütz, also eine ganz andere Klasse mit deutlich größerem Kaliber.«

(Bastei 2014, Lassiter Band 2205, S. 54)

Die Messingteile der Gatling waren blankpoliert und glänzten wie Gold unter den Sonnenstahlen.  Das Laufbündel und die übrigen Stahlteile schimmerten matt und bläulich.  Die Waffe ruhte auf einer Räderlafette, die im Wesentlichen aus einer holzverkleideten Achse und zwei halb mannshohen Holzspeichenrädern bestand.
»Natürlich kann man die Gatling auch von der Lafette abnehmen und auf einem Dreibein oder einem anderen Unterbau befestigen«, erläuterte Selwyn.  »Das Wichtigste ist aber die Schussfrequenz.«  Er trat auf die Lafette zu und tätschelte das Laufbündel.  »Dieses gute Stück schafft in der Minute siebenhundert Schuss. In Worten: siebenhundert!«

(Ebd., S. 55)

Selwyn brummte zustimmend.
»Ich war bei der Army in einer Gatling-Kompanie.«
»Im Bürgerkrieg?«
»Da waren die Gatlings noch nicht regulär im Einsatz.  Ein paar Exemplare wurden wohl erprobt, aber das Hauptproblem war, dass es noch keine Metallpatronen gab.  Nein, meine Gatling-Einsätze waren erst später, in den Indianerkriegen.«

(Ebd., S. 56)
Editorische Randbemerkung:
Das Titelbild von Boada/Norma weist eine comichaft überzeichnete ‘Schießmaschine’ nach dem Gatling-Prinzip mit 20 [sic!] Rohre auf.  Eine solche hat es nie gegeben; ebensowenig mit Gurtzuführung.  Der oder die Illustratoren lassen sie zudem aus dem oberen [sic!] Rohr feuern statt dem unteren.  Höchstwahrscheinlich handelt es sich dabei um rein künstlerische Freiheit des optischen Effekts willen, die sich so auch im geschriebenen Wort beim Showdown ausdrückt.
Für Film-Enthusiasten:  Als Vorlage hat aller Wahrscheinlichkeit nach ein Szenenfoto aus dem Italo-Western QUEL CALDO MALEDETTO GIORNO DI FUOCO („Django spricht kein Vaterunser”) bzw. LOS AMIGOS („Das Lied von Mord und Totschlag“) hergehalten.  Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil auch bei „Der Gringo mit der Gatling Gun“ erneut auf.


LEHRBUCH ZUM LEHRGANG “MECHANISCHE SPEZIALEFFEKTE & PYROTECHNIK”.
Wolf-Ingo und Lucas Hummig, Ringbuch
Textauszüge: „(…)  Mehr als 23 Schüsse sind möglich, z.B. umseitiges Gatling-MG.“

(Verlag Hummig Effects 1997, S. 246 f.)

„Abb. 137: Gatling-Maschinengewehr, mit 60 Schuß oder mehr; mit pyrotechnischen Ladungen oder mit Platzpatronen zu betreiben.“

(Ebd., S. 247)

„Auch Gatling-Maschinengewehre mit “Dauerfeuer“ (kurbelbetriebene Maschinengewehre) wie zuvor zu sehen, sind beschaffbar.“

(Ebd., S. 250)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


DIE LETZTE PATROUILLE.
Rex Hayes (d.i. Günter Rexhaus; 1919–2004), Roman
Textauszug: „(…)  »Ich würde Ihnen auch noch ein Gatling-Geschütz überlassen, aber ich glaube nicht, daß Sie es in den Bergen verwenden könnten.  Es würde Ihren Marsch nur unnötig verzögern.«
»Sicher, Sir.«
Leutnant Benson dachte noch einen Augenblick über das Schnellfeuergeschütz nach.  Aber es war unmöglich.  Man hätte es auf Maultieren transportieren müssen.  Und wenn es Ernst wurde, ließen ihnen die Sioux sicherlich keine Zeit, es abzuladen und zusammenzusetzen.“

(Bastei 1965, Bastei-Western-Taschenbuch Nr. 7, S. 30 f.)
Editorische Randbemerkung:
Beschriebener Dialog zwischen Lt. Benson, der im Begriff ist zu besagtem Erkundungsritt auszurücken, und Fortkommandant Maj. Morris scheint, wenn auch in abgewandelter Form, dem des Draufgängers mit deutschen Wurzeln, Lt.-Col. George A. Custer (1839–gef1876; Custer = Küster) und dessen Vormarsch zur Schlacht am Little Big Horn nachgestellt.  Die fragwürdige Zurücklassung dreier, den Boy General seiner Überzeugung nach im schwierigen Terrain der Black Hills, eines Gebirgszugs im Westen von South Dakota, der den Lakota-Sioux als heilige Berge gelten, unnütz aufhaltenden Repetiergeschütze, was im Umkehrschluß den Gang der Geschichte wiederum anders beeinflußt hätte, ist bis zum heutigen Tag Gegenstand heftiger Kontroversen, nicht nur unter Historikern.
N.B. Das Original des Romans erschien anfangs als Leihbuch im Rekord Verlag, Viersen, hierauf als Heft Moewig Western Nr. 51 sowie Texas-Western Band 1089.


MAC COY: FIESTA À DURANGO.
(Mac Coy – Aufstand in Durango).
Antonio Hernández Palacios (1921–2000), Jean-Pierre Gourmelen (1934–), Comic-Album
Textauszug (Sprechblase):  „Einer dieser Revolutionsführer hat Wind vom Transport der Maschinengewehre bekommen.  Und dieser Wahnsinnige hat sich mit seiner Truppe überlegt, dass zehn dieser Gewehre die Feuerkraft von zwei Regimentern besitzen.“

(Avant 2019, Mac Coy – Gesamtausgabe Bd. 3, S. 79 f.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.
Bei dieser Gelegenheit: Maßlose Übertreibung auf S. 106, unten.  Der Comiczeichner läßt die Gatling Gun in Feindeshand aus allen Rohren gleichzeitig [sic!] feuern.  Sehr wahrscheinlich handelt es sich dabei um rein künstlerische Freiheit des optischen Effekts willen; in Wahrheit schießt jeweils das unterste Rohr einmal pro Drehung um die Achse bei Erreichen der 7-Uhr-Stellung.



MAJOR CARSON – DER REBELLEN-SÜDSTAATLER: FAHR, ZUR HÖLLE, DRECKSKERL!
Dan Roberts (d.i. Mario Werder; 1945–1984), Heftroman
Textauszüge: „Ich lachte bitter. "Mädchen, alles muss echt wirken, sonst fällt Doc Jennsion nicht auf unseren Bluff herein. Sobald er einen Trick wittert, verschwindet er. Ich wünschte nur, wir hätten eine Gatling Gun. Damit würde alles viel einfacher."
Helen legte das Messer auf den Teller, sah mich erstaunt an und fragte: "HaN Taylor dir nichts davon gesagt? Im Depot steht so ein Ding. Es ist feuerbereit. Weiß der Teufel, woher der Sheriff die Waffe hat."

(Kelter 1983, Major Carson Band 1, S. 53/54)

Leider versäumt der Autor es, die Hintergründe der Gatling Gun näher zu erläutern - hier würde er sich auch schwertun, da diese Waffen nur in einer einzigen Schlacht im Sezessionskrieg 1864 auf Seiten des Nordens eingesetzt wurde. Dass eine Gatling Gun nun plötzlich in einem Kaff in Arkansas zu finden ist und die Hauptfigur zudem mit ihr umgehen kann, ist zweifelsohne ein Ausflug in Richtung Märchen.
(Fairerweise muss ich zugeben, dass wikipedia eine feine Sache ist und dieses Recherchemittel dem Autor 1983 nicht zur Verfügung stand ...)
"Helen Sanderson hat dir von der Gatling Gun erzählt? Kannst du mit dem Ding umgehen, Major?"
"Klar. Hast du gefüllte Ersatzmagazine?" fragte ich zurück.
"Drei Stück, das muss reichen. Mehr konnte ich nicht mitgehen lassen, als ich den Waffenmeister in Fort Smith betrunken machte."

(Ebd., S. 56)

Dan Roberts lässt die Waffe im Einsatz von mehreren Leuten bedienen und kommt damit der Anwendung der ersten Gatling Guns anders als in vielen Filmen doch recht nahe.“
(Quelle: https://www.zauberspiegel-online.de/index.php/western-mainmenu-14/gedrucktes-mainmenu-169/9525-der-heftroman-die-nr-1-major-carson-der-rebellen-sdstaatler, abgerufen am 4. März 2020)


THE MAN WITH NO NAME – CLINT EASTWOOD.
Ian Johnstone (1939–1993), Sachbuch
Textauszug: “Whether he is merely taking a split second to reverse the guns he is pretending to hand over to some captors and hand over some bullets instead, or whether he is decimating a meadow-full of soldiers with a captured machine gun, or appearing out of the sun to terrify a band of Indians into thinking he is an entire army in himself, he remains superhuman and inviolable.“
(Plexus 1981, S. 113)


 



THE MARAUDERS.
(Zum Sterben nach Sonora).
Gordon D. Shirreffs (1914–1996), Roman
Textauszug:  „Was da im Kerzenlicht schimmerte, war unverkennbar eine Revolverkanone vom Modell 1862!  Die sechsläufige Waffe glänzte vor Fett.
(…)
Er öffnete noch andere Kisten, bis er sich davon überzeugt hatte, daß sie insgesamt vier zerlegte Revolverkanonen enthielten; dazu Lafetten und Räder, Werkzeuge und Ersatzteile.  Im Hintergrund des Lagerraums waren Kisten mit 58er-Munition aufgeschichtet.  (…)  Die vier Revolverkanonen konnten – wenn sie gleichzeitig eingesetzt wurden – pro Minute rund tausend Schuß abfeuern!“

(Heyne 1978, Heyne-Buch Nr. 2470, S. 83 f.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.
Nach Ende des Sezessionskrieges (1861 bis 1865) nutzte die U.S. Army die günstige Gelegenheit, ihre in Friedenszeiten überzähligen Rüstungsgüter abzustoßen und dabei Einkünfte zu erzielen, die jene als reine Schrottpreise zu erwartenden Erlöse übertraf.  So konnte durchaus auch eine Kurbel-Kanone wie die Gatling Gun ab und zu in Privathand gelangen.  Unabhängig davon hatte in Texas seinerzeit der Geschäftsmann Mifflin Kenedy (1818–1895) eine Gatling Gun im Glockenturm seines „La Parra Ranch Headquarters“ positioniert, um damit etwaige Banditen oder auch Indianer schon aus der Distanz heraus Furcht einzujagen.

DER MARSHAL MIT DER GATLING GUN.
Frank Callahan (d.i. Jürgen Duensing; 1941–2021), Heftroman
Textauszug: »Die Gatling Gun«, stammelte er dann.  »Vater, im Schuppen ist eine alte Gatling Gun und auch ausreichend Munition.  Ich habe das Schnellfeuergewehr vor einigen Monaten günstig kaufen können.  Kannst du mit dieser Waffe umgehen?«
Old Joe und ich nickten sofort.
Wir kannten ein derartiges Schnellfeuergewehr, das nichts anderes als ein Maschinengewehr war und mit dem man eine wahre Hölle loslassen konnte.“

(Bastei 1981, Wildwest-Roman Band 1307, S. 33)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone; noch viel weniger aber ein Schnellfeuergewehr.
Nach Ende des Sezessionskrieges (1861 bis 1865) nutzte die U.S. Army die günstige Gelegenheit, ihre in Friedenszeiten überzähligen Rüstungsgüter abzustoßen und dabei Einkünfte zu erzielen, die jene als reine Schrottpreise zu erwartenden Erlöse übertraf.  So konnte durchaus auch eine Kurbel-Kanone wie die Gatling Gun ab und zu in Privathand gelangen.  Unabhängig davon hatte in Texas seinerzeit der Geschäftsmann Mifflin Kenedy (1818–1895) eine Gatling Gun im Glockenturm seines „La Parra Ranch Headquarters“ positioniert, um damit etwaige Banditen oder auch Indianer schon von weitem abzuschrecken.
Für Film-Enthusiasten:  Das Titelbild von Günter König (1920–1991), ehedem auflagenstärkster Romanheft-Illustrator Deutschlands, zeigt die graphische Wiedergabe eines Kino-Aushangfotos zum Western-Film Something Big („El Capitano“) mit Dean Martin (1917–1995) in zeichnerisch veränderter Physiognomie, um den US-amerikanischen Sänger, Schauspieler und Entertainer italienischer Abstammung nicht gleich offenkundig werden zu lassen. Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil auch bei „Ronco – Der Geächtete: Die Todesmaschine“ sowie „Die Barrikaden von Diablo“ erneut auf.


MEHRLÄUFIGE FEUERWAFFEN – NACHFOLGER DER ORGELGESCHÜTZE.
Hans Gerd Müller, Fachbuch
Textauszug (in der Originalschreibweise): „Kartätsch Geschütz Gatling
1861 von R. J. Gatling erfunden und seit 1862 in Indianapolis fabriziert, 1861 der französischen Regierung erfolglos angeboten, am 9ten May 1865 für die Vereinigten Staaten patentiert, seit 1867 geprüft und eingeführt.  Drehbar gelagerte Welle, massiver Cylinder, Feuergeschwindigkeit nach General Franklin ca. 1000 Schuß pro min.  Hersteller: Gatling Compagnie in Hartford, Connecticut; fertigt 8 verschiedene Kaliber des Geschützes: 0.42, 0.43, 0.45, 0.50, 0.55, 0.65, 0.75, 1,00 Zoll engl. Metallpatronen mit Centralzündung, das große Kaliber verfeuert auch Kartätschpatronen mit 15 Bleikugeln von ca. 11 mm Ø.“«
(Journal 1973, S. 137 ff.)


MR. COLT – DIE EROBERUNG AMERIKAS.
Christopher S. Hagen (d.i. Heinz-Josef Stammel; 1926–1990), Sachbuch zur Serie Schneider-Western
Textauszug: „Als im Dezember 1890 die nach Kanada geflohenen Sioux die amerikanische Grenze überschritten, um in der Pine-Ridge-Reservation den Geistertanz zu feiern, schickte der US-Kongreß ein Regiment Nebraska-Miliz unter General Colby dorthin, eine Batterie Hotchkiss-Maschinengewehre und 470 Soldaten der 7. Kavallerie unter Colonel George A. Forsyth.”

(Franz Schneider 1969, S. 109)
Es gilt weiterhin:
Eine Hotchkiss Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone; vielmehr ein Feldgeschütz mit fünf nach dessen Prinzip (lat. revolvere = drehen) um eine Mittelachse kreisenden Rohre, analog einer Gatling Gun.


MR. GATLING'S TERRIBLE MARVEL: THE GUN THAT CHANGED EVERYTHING AND THE MISUNDERSTOOD GENIUS WHO INVENTED IT.
Julia Keller, Fachbuch
Rezension: „Das Thema ist schon spannend.  Im 19. Jahrhunderts hat sich vieles in der Welt verändert, unter anderem auch die Art, wie Krieg geführt wurde.  Und mit die größte Änderung geschah durch die Erfindung des ersten, unter Gefechtsbedingungen funktionierenden Maschinengewehrs, der Gatling.  Benannt wurde dieses nach dessen Erfinder, natürlich ein Amerikaner, dessen Leben auch ein gutes Beispiel für die Menschen hinter den technischen Revolutionen des 19. Jahrhunderts ist.
Die Beschreibung der Vereinigten Staaten, ihrer wirtschaftlicher Dynamik und der Voraussetzungen ihres Erfolges sind denn auch die Stärken dieses Buches.  Auf Patentgesetze wird hier verwiesen, auch auf den Mythos des Erfinders ohne formale Qualifikation, auf den Self-Made-Man und das Steh-auf-Männchen.  Doch leider wird hier die Überlegenheit Amerikas über die alte Welt manchmal auch etwas zu sehr gefeiert.  Letztendlich war es dann doch die Maxim, also das Maschinengewehr des Erfinders Hiram Maxim, das die Waffe der Wahl für die Kolonialmächte des späten 19. Jahrhunderts wurde. Aber das erzählt das Buch nur am Rande.
Leider empfinde ich das Buch auch als ungeordnet geschrieben und daher zeitweise schwer lesbar.  Die Autorin hat sich gegen die chronologische Erzählweise entschieden, und auch warum die Gatling nun technisch so überlegen war, wird nicht wirklich deutlich.  Und auch die merkwürdige Tatsache, dass man die Gatling dummerweise zuerst auf eine traditionelle Kanonenlafette montierte, wird kaum diskutiert.  Denn der Vorteil eines Maschinengewehrs ergibt sich gerade daraus, es frei schwenken und damit ins Ziel führen zu können.  Möglicherweise war deshalb die Ablehnung der Waffe durch die Militärs im amerikanischen Bürgerkrieg eben nicht ganz so romantisch begründet, wie es die Autorin erscheinen lassen will.“
(Niclas Grabowski, zitiert nach: https://www.amazon.de/Mr-Gatlings-Terrible-Marvel-Misunderstood/dp/0670018945, abgerufen am 5. März 2020)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


THE NATIONAL INTEREST: HERE IS THE STORY BEHND THE TERRYING GATLING GUNS
A.B. Bud Feuer (1925–), Fachzeitschrift
Textauszug: “Dr. Gatling traveled throughout Europe selling his weapon, and new models were continually being designed.  A short-barrel variety was purchased by the British and mounted on camels.  This so-called “camel gun” was also used by the U.S. Army and Navy.” (Quelle: https://nationalinterest.org/blog/reboot/here-story-behind-terrifying-gatling-gun-180762, abgerufen am 31. März 2021)


OLD FORTS OF THE NORTHWEST.
Herbert M. Hart (1921–1983), Sachbuch
Textauszüge: “Fort Robinson, Nebraska.
(…) Almost 1,000 cavalrymen and infantrymen were divided between protecting that agency and the one at Spotted Tail, 40 miles to the northeast.  Four companies of infantry and a gatling gun were left at each post, that at Red Cloud being named Camp Robinson, the other, Camp Sheridan.”

(Bonanza 1963, S. 146)

“Fort Lapwai, Idaho.
(…) On July 10, Howard had followed Joseph to the banks of the Clearwater river, far south of the reservation.  The wily Indian selected his ground, erected breastworks, and commanded the river banks and the only spring in the area.  Both forces assaulted the others’ position, and Joseph tried to envelop the Army defenses.  Then the artillery and gatling guns arrived.”

(Ebd., S. 150)


OLD FORTS OF THE SOUTHWEST.
Herbert M. Hart (1921–1983), Sachbuch
Textauszug: “Fort Elliott, Texas.
(…) Three days later, troops arrived and the pursuit of the hostiles was on.  Across the waterless, sunbaked plains Miles and Ranald Mackenzie pressed the Indian sign.  Wagons were left behind.  On August 30, nine troops of the 6th Cavalry, supported by gatling guns, fanned out at a gallop.”
(Bonanza 1964, S. 135)


 



THE OLD WEST – THE CANADIANS
(Der Wilde Westen – Die Kanadier).
Ogden Tanner und die Redaktion der Time-Life Bücher, Sachbuch
Textauszüge: „Die Artillerie dieser Armee bestand aus neun Kanonen, von denen einige so alt waren, daß ihre hölzernen Lafetten unter zahlreichen Farbschichten verrottet waren.  Aber zu ihrer Bewaffnung gehörten auch zwei Gatling-Maschinengewehre, die zur Erprobung aus den Vereinigten Staaten herbeigeschafft worden waren; diese gefährlichen Waffen erreichten mit ihren kreisförmig angeordneten, um eine Mittelachse rotierenden Läufen die erstaunliche Feuergeschwindigkeit von 200 Schuß in der Minute.“ (Time-Life 1978, S. 206)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.
„Middeltons Soldaten (…), die vor Batoche drei Tage lang von den Scharfschützen der Métis (…) aufgehalten wurden, überrumpeln die Rebellen mit einem Sturmangriff.  Während die Métis nachts verschossene Kugeln sammeln mußten, hatte die Miliz 1,5 Millionen Schuß Gewehrmunition und 70 000 Schuß für das Gatling-Maschinengewehr zur Verfügung.“ (Ebd., Bildbeschreibung S. 212/213)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


THE OLD WEST – THE GREAT CHIEFS.
(Der Wilde Westen – Die großen Häuptlinge).
Benjamin Capps (1922–2001) und die Redaktion der Time-Life Bücher, Sachbuch
Textauszug: „Doch diese Atempause war plötzlich zu Ende, als die kampierenden Nez Percé am 11. Juli zur Mittagszeit durch einen Kanonenschuß vom Steilufer nordöstlich von ihrem Lager im Tal aufgeschreckt wurden.  Dieser Schuß und das sich anschließende Gatling-Gun-Feuer kündigten General Howard an, der endlich aus den Bergen herausgefunden hatte und nun mit einer sichtlich vergrößerten Streitmacht von fast 600 Mann nach Norden eilte.“ (Time-Life 1978, S. 175 f.)



THE OLD WEST – THE SOLDIERS
(Der Wilde Westen – Die Soldaten).
David Nevin (1927–) und die Redaktion der Time-Life Bücher, Sachbuch
Textauszüge: „Als die 7th Cavalry 1867 in Kansas zwei neue Gatling-Kanonen erhielt, stand der junge Lieutenant E.S. Godfrey vor der Aufgabe, seine Männer in der Bedienung zu unterweisen.  „Ich wollte Zielschießen durchführen“, erinnerte er sich später, „aber man sagte mir, dann habe ich die Munition selbst zu bezahlen.  Der kommandierende Offizier weigerte sich, das Zielschießen zuzulassen, weil er befürchtete, sonst müsse er für die Munition zahlen.“  So feuerten die Männer keine einzige Granate aus den Gatling-Kanonen ab.“ (Time-Life 1979, S. 59 f.)
Editorische Randbemerkung:
Die Wortwahl ‘Granate’ für die faktisch zu munitionierenden Sprenggeschosse im Kal. 1″ Long and Short canister bzw. Kal. .50-70-450 Musket ist in jeder Hinsicht verkehrt.
„Glossar
Gatling Gun: Von R.J. Gatling erfundene und erstmals im amerikanischen Bürgerkrieg eingesetzte Waffe, die zuerst 6, später 8, 10, 12, 16 oder 24 gebündelte Läufe besaß.  Die Läufe wurden mit der Hand mittels eines Mechanismus um die Mittelachse gedreht, wobei jedesmal im oberen Lauf ein Schuß gelöst wurde.  Auf diese Weise konnten aus diesem „mechanischen Maschinengewehr“ zweihundert Schuß pro Minute abgegeben werden.“ (Ebd., S. 232)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.  Anders als es die Behauptung weismachen will, daß Modelle mit 8, 12, 16 oder gar 24 [sic!] Rohre existiert hätten, entbehrt dies jeder nachweisbaren Herstellungsweise!  So geartete als Filmwaffen eingesetzte vorgebliche ‘Maschinengewehre’ sind genretypische Phantasiekonstrukte, mehrheitlich des Italo-Westerns.  Das hat vermeintlich hohen, wenn auch recht makabren Unterhaltungswert für das Publikum, wenn ohne nennenswertes Nachladen ganze Statistenheere reihenweise niedergemäht werden.  In Wahrheit schießt jeweils nur das unterste Rohr einmal pro Drehung um die Achse bei Erreichen der 7-Uhr-Stellung.


PICTORIAL HISTORY OF THE MACHINE GUN.
(Das Maschinengewehr – Die Geschichte einer vollautomatischen Waffe).
Frederic W. A. Hobart, Fachbuch
Textauszug: „Diese Neukonstruktion wurde im Januar 1865 vorgeführt und fand den ungeteilten Beifall des amerikanischen Amtes für Heeresausrüstung.  Man verlangte, daß Waffen im Kaliber 1 Inch (2,54 cm) zu fertigen waren, die entweder ein Bleigeschoß über lange Distanzen oder eine „Rehposten“-Ladung für den Kampf auf kurze Entfernungen verschießen sollten.  Versuche in dieser Richtung verliefen erfolgreich, und am 24. August 1866 wurde das Gatling-Gewehr von der US-Army als Ordonnanzwaffe angenommen.“ (Motorbuch 1973, S. 23)


POLYTECHNISCHES JOURNAL – GATLING’S BUTTERIEGESCHÜTZ (REPETIRKANONE).
Anonymus, Zeitschrift zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse
Textauszug (in der Originalschreibweise): „Das Gatling-Batteriegeschütz ist eine furchtbare Waffe, welche in Laufgräben, auf Breschen, sowie in Straßenkämpfen ihre Wirksamkeit bewähren wird.  Der geringe Rücklauf und der daraus sich ergebende Vortheil, das Geschütz, wenn es einmal gerichtet ist, dann leicht in der gewählten Direction erhalten zu können, geben ihm in gewissen Fällen (Grabenvertheidigung etc.) eine Ueberlegenheit über Geschütze, die nach jedem Schusse gerichtet werden müssen.“ 

(Cotta 1868, Band 187, Nr. XLIV, S. 200 ff.)
Editorische Randbemerkung:
Man beachte jene Stelle in der Überschrift, wo sich anno dazumal der Druckfehlerteufel gleich zweimal eingeschlichen und das Batterie- in ein Butteriegeschütz [sic!] umfunktioniert hat, bei gleichzeitiger Falschschreibung Repetir- anstelle von Repetierkanone …


POLYTECHNISCHES JOURNAL – VERBESSERUNGEN AN GATLING'S BATTERIEGESCHÜTZ.
Anonymus, Zeitschrift zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse
Textauszug (in der Originalschreibweise): „Das Rohr läßt sich, wie ferner angegeben wird, während des Schießens um etwa 12 Grad horizontal drehen, ohne daß hierzu die Laffettenräder bewegt zu werden brauchen, und macht dabei, weil es stets nur der Wirkung eines einzigen Schusses zu widerstehen hat, vermöge seiner Schwere und einer dem Laffettenschwanz gegebenen besonderen Einrichtung keinen Rücklauf, was für die Verwendung dieses Geschützes in einzelnen Fällen von Wichtigkeit seyn kann.“

(Cotta 1870, Band 195, Nr. XXXVII, S. 122)


PRÄRIEBANDITEN – DIE PACKENDE WELT DER B-WESTERN.
Gregor Hauser (1977–), Peter Stadlbaur (1940–), Sachbuch
Textauszug: „Hölle der Gefangenen 1953 | Devil’s Canyon
Da gelingt es Reynolds in letzter Minute, sich auf dem Hauptturm des schon von der Meute eroberten Maschinengewehrs zu bemächtigen.  Mit einer wohlgezielten Salve erledigt er den anstürmenden Gorman und seine Leute, danach kann er die Horde der meuternden Sträflinge zurück und in ihre Zellen treiben.“ 

(Marheinecke 2018, S. 53 f.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


PROGRAMMHEFT ZUM 5. ÖSTERREISCHISCHEN KARL-MAY-TREFFEN WIEN 2006 – DIE BLAUE SCHLANGE.
Walter Bunsmann (1928–2017), Satire
Textauszug: „Ich hatte meine fünf Gewehre umgehangen, den Bärentöter, den Henrystutzen, einen Mauserkarabiner, eine Elefantenbüchse und einen Drilling; den Hirschfänger und einen Schleppsäbel umgebunden, drei Paar Revolver und einige Doppelpistolen in den Gürtel gesteckt, den Sauspieß, eine Hellebarde, meinen Tomahawk, einen Lasso und eine Walfischharpune in die Hand genommen, die kleine Gatlingkanone, ohne die ich nie in die Prärie ziehe, im Rucksack untergebracht und die Taschen mit Dynamitpatronen gut ausgestopft.”

(Karl-May-Filmarchiv Wien, April 2006)
Editorische Randbemerkung: 
So man dies wirklich und wahrhaftig für bare Münze nehme [sic!], müßte der bis an die Zähne und noch darüber hinaus bewaffnete Ich-Erzähler (ergo Karl May), bezogen auf das Attribut ‘kleine’, allen Ernstes noch eine Gatling Modell 1874 „Camel Gun“ mit zehn kurzen (18 in.) Rohre, eingerichtet für Zentralfeuerpatrone Kal. .45-70-405 Govt., mit sich herumschleppen, die nahezu 57 kg auf die Waage brächte.


THE RED SABBATH.
(Little Big Horn).
Lewis B. Patten (1915–1981), Roman
Textauszug: „Von Fort Lincoln bei Bismarck aus bewegte sich die Ostkolonne nach Westen; zwölf Trupps der Siebenten Kavallerie unter Custer; vier Kompanien der Sechsten Kavallerie, eine Kompanie der Siebzehnten Infanterie und eine Batterie Revolvergeschütze mit einem Zug Infanterie von der Zwanzigsten.  Diese Kampfeinheit umfaßte ebenfalls etwa tausend Mann.“

(Heyne 1985, Heyne-Buch Nr. 05/2737, S. 22)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


RICHTER GATLING.
Gordon F. Uvalde, Heftroman

Textauszüge: „Der große Raum war überladen mit Waffen – ein wahres Arsenal.  An den Wänden hingen dicht nebeneinander Winchester, Spencer-Gewehre, Sharp’s Rifles.  Revolver verschiedener Kaliber waren auf Tischen aufgereiht.  Schachteln mit Patronen am Boden aufgestapelt.  Ein teils zerlegtes Gatling-Maschinengewehr war vor dem mittleren Fenster aufgebaut.  Und nach den Schmierflecken auf De Burrs Kleidung zu schließen, war er gerade damit beschäftigt, das Maschinengewehr zu überholen.“

(Zauberkreis o. J., Western Gun, Nr. 3, S. 12)

„Ballanger, der sein Pferd nun eisern in der Hand hatte, blickte die Hotelfront hinauf und sah den Ex-Richter mit wehenden Rockschößen und größter Hingabe die Kurbel der Waffe bedienen und einen bleiernen Hagel über der Main Street von Thorney Hill verstreuen.  Offensichtlich war es ihm hervorragend gelungen, die Waffe zu überholen.  (…)“
(Ebd., S. 57)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.
Das Titelbild des in Wien gebürtigen Malers und Zeichners Rudolf Sieber-Lonati (1924–1990), der seit Mitte der 1960er Jahre vor allem durch genreübergreifende Cover-Illustrationen zahlreicher Zauberkreis-Romanheft-Reihen hervortrat, weist eine Divergenz hinsichtlich des Schwenkhebels auf.  So wie von „Lo“ dargestellt, wäre die Gatling Gun mangels „Binder Box“ (Verbindungsstück) zum „Breech Housing“ (Systemkasten) allerhöchstens in der Waagerechten schwenkbar, keinesfalls senkrecht auf ein Ziel zu richten.  Als waffentechnisch sinnwidrig ist ebenso das vom Künstler, dessen Vita trotz seiner vielschichtigen Œvres weitestgehend im Dunkeln liegt, stark verkürzt wiedergegebene Stangenmagazin zu betrachten.


RONCO – DER GEÄCHTETE: SPUR DER GEIER
.
Everett Jones (d.i. Karl Wasser; 1938–2014), Heftroman
Textauszug:  „Die anderen Turmbesatzungen der Inhaftierten richteten die Gatling-Guns auf den letzten, nicht gestürmten Turm, und die Maschinengewehre begannen zu rattern.  Holzfetzen flogen auf dem Turm durch die Luft.  Das Dach löste sich auf und flog in Brocken davon.  Die Wächter schrien und brachen auf dem Turm zusammen.  Als die Gatling Guns schwiegen, regte sich auf dem letzten Turm nichts mehr.“
(Pabel 1976, Nr. 244, S. 23)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


RONCO – DER GEÄCHTETE: TODESFRACHT FÜR LARAMIE.
John Grey (d.i. Dietmar Kügler (1951–2022), Heftroman
Textauszug:  „(…)   Bis jetzt verstand ich kein Wort.  Ich stieg wortlos in die gepanzerte Kutsche und schaute mich darin um.  Als ich mich aufrichtete, befand sich mein Kopf in dem drehbaren Turm.  In einer hölzernen Halterung war das seltsame Gewehr mit den fünf Läufen angebracht.  Es mußte eine Spezialanfertigung aus fünf Sharps-Rifle-Läufen und Sharps-System-Schlössern sein und hatte statt eines Kolbens eine stählerne Schulterstütze.  Rechts und links von dem Gewehr waren hölzerne Kästen, gefüllt mit Papierpatronen und Zündhütchen, angebracht.“

(Pabel 1976, Nr. 205/22, S. 14)
Editorische Randbemerkung:
Bei der Abfassung des Manuskripts zu diesem Roman ist dem Autor anscheinend die Phantasie mit ihm durchgegangen!  Was den konstruktiven Aufbau und die Funktion bzw. Wirkungsweise dieser waffentechnischen Absurdität betrifft, enthält sich der Rezensent jedweden Kommentars.  Für den Rest vgl.: THE WAR WAGON. („Die Gewaltigen“).


RONCO - DER GEÄCHTETE: DIE TODESMASCHINE.
Ken Conagher (d.i. Wilhelm Kopp; 1922–2006), Heftroman
Textauszüge:  „Mit geschickten Händen setzte der weißhaarige Mexikaner die Stahlteile zusammen.  Zuerst das etwa hüfthohe Dreibein, dessen Eisenspitzen sich fest in den Boden krallten, als er es am Westrand des Plateaus aufbaute.  Das Ding sah ziemlich massiv aus.  Es mündete oben in einen metallenen Rundzapfen, über den er eine breite, stählerne, halbrunde Gabelhalterung schob.  Diese Halterung saß drehbar auf dem Rundzapfen und konnte mit einem Griffstück herumgeschwenkt werden.
(…)
Zwei Reiter wuchteten ein Monstrum von dem Karren, das sich als ein Bündel von zehn überlangen Gewehrläufen entpuppte.  Es hatte am Abschluß einen Drehkranz mit einer Mechanik, die wie ein übergroßes Uhrwerk funktionierte und mittels einer Kurbel in Betrieb gesetzt werden konnte.
Die beiden Männer schleppten das Laufbündel zu dem Dreibein und schraubten es auf Anweisung des weißhaarigen Mexikaners zwischen der Gabelstütze fest.  Dennoch war es nach oben und unten kippbar gelagert.
(…)  Der setzte ein  langes, schlankes Magazin, in dem die Patronen schimmerten, auf das hintere Teil des Laufbündels und ließ es einrasten.  Es klickte hörbar.  Das Magazin stand aufrecht auf dem Laufbündel.  Es enthielt fünfzig Patronen im Kaliber .45.
(…)  Die Männer umstanden das Ding.  Jetzt konnten sie alle sehen, um was es sich handelte.
Eine Maschinenwaffe.  Keine Gatling-Gun.  Das Ding war etwas ganz Neues.
Eine Todesmaschine.“

(Pabel 1974, Nr. 128, S. 6)
Editorische Randbemerkung:
Die detaillierte Beschreibung der Montage jener ausgedachten „Peligrini-Kanone“ entspricht exakt dem einer Gatling Gun.  Die im Roman geschilderte Magazinkapazität von 50 Schuß (und mehr) wäre allenfalls mit dem 1881 patentierten Bruce Feed Hopper (Vertikaler Magazinladestreifen) zu erreichen, der kontinuierlich mit dem Inhalt entsprechender Pappschachteln à 20 Zentralfeuerpatronen im Kal. .45-70-405 Govt. in je zwei Reihen bestückt wird.
Für Film-Enthusiasten:  Das Titelbild von Günter König (1920–1991), ehedem auflagenstärkster Romanheft-Illustrator Deutschlands, zeigt die graphische Wiedergabe eines Kino-Aushangfotos zum Western-Film Something Big („El Capitano“) mit Dean Martin (1917–1995) in zeichnerisch veränderter Physiognomie, um den US-amerikanischen Sänger, Schauspieler und Entertainer italienischer Abstammung nicht gleich offenkundig werden zu lassen. Auffällig ist: Die Coverabbildung taucht in gleichem Stil auch bei „Der Marshal mit der Gatling Gun“ sowie „Die Barrikaden von Diablo“ erneut auf.


SAN JUAN HILL.
(San Juan Hill).
Will Henry (d.i. Henry Wilson Allen; 1912–1991), Roman
Textauszug:  „Lieutenant-Colonel Theodore Roosevelt spürte es.
Er sagte später: »Ganz plötzlich war über das Krachen der Gewehre hinweg ein eigenartiges trommelndes Geräusch zu vernehmen.  Einige Männer riefen: ›Die spanischen Maschinengewehre!‹  Ich lauschte und konnte feststellen, daß dieses Geräusch vom flachen Gelände auf der linken Seite herkam.  Sofort sprang ich auf die Beine, schlug mir klatschend mit einer Hand auf den Oberschenkel und schrie vor lauter Aufregung sehr laut: ›Das sind die Gatlings, Männer! Unsere Gatlings! Unsere Revolverkanonen!‹
Lieutenant Parker brachte seine vier Gatlings in Stellung und schob sie näher und immer näher an die Front heran.
Ab und zu hörte das trommelnde Geräusch für einen Moment auf, dann war es von neuem zu hören, jedesmal näher am San Juan Hill, den Parker genau wie wir behämmerte, um den Infanterie-Angriff zu unterstützen.
Unsere Männer schrien begeistert Beifall.
Danach sahen wir viel von Parker, und einen willkommeneren Laut als das Trommelfeuer der Gatlings hatte es für uns alle bisher nie gegeben.  Es war das einzige Geräusch, das meine Männer während des Kampfes mit Beifall bedachten. (…)“
(Heyne 1984, Heyne-Buch Nr. 05/2684, S. 234 f.)

Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.



SCHWEIZER WAFFEN-MAGAZIN – GATLING GUN MODEL 1883 IM MASSTAB 1:2.
László Tolvaj (19??–2014), Zeitschrift für Sportschützen, Waffenträger und Sammler in der Schweiz
Textauszug: „Keine Gatlings am Little Big Horn (…)
Custer war übrigens nicht grundsätzlich gegen die Gatlings eingestellt, wie manch andere Militärs seiner Zeit, die in dem schnell feuernden mechanischen Maschinengewehr nicht eine Infanterieunterstützungswaffe sahen, sondern ein Kriegsgerät für spezielle Zwecke, zum Beispiel zur Verteidigung befestigter Werke.  Die Mobilität dieser Dinger schien damals bestimmt gewisse Probleme aufgeworfen zu haben, wogen sie doch rund tausend Pfund (ca. 450 kg) und konnten nicht so ohne weiteres über Stock und Stein transportiert werden.  Ein weiteres Argument, das gegen die Gatlings sprach, war die dürftige Erfahrung, auf die man sich zu jener Zeit abstützen konnte, und der schlechte Ausbildungsstand der Truppe.“

(Orell Füssli 3/2001, S. 10 ff.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.


SOLANGE GRAS WÄCHST UND WASSER FLIESST. DIE SIOUX UND DAS MASSAKER AM LITTLE BIG HORN.
H.J. Stammel (d.i. Heinz-Josef Stammel; 1926–1990), Sachbuch
Textauszug: „Von Fort Abraham Lincoln aus wandte sich General Terry mit dem 7. Kavallerie-Regiment (650 Mann), drei Kompanien Infanterie (300 Mann) und einer Batterie Gatling-Schnellfeuerkanonen nach Westen.“

(Verlags-Anstalt 1976, S. 259)



SPAGHETTI WESTERNS – COWBOYS AND EUROPEANS FROM KARL MAY TO SERGIO LEONE.
Christopher Frayling (1946–), Sachbuch

Textauszug: “The battle for Longstone Bridge in “The Good, the Bad and the Ugly” seems at first sight to involve an extraordinary array of authentic Civil War weapons: Gatling guns, mortars, Whitworth field guns (all borrowed, in fact, from the Army Museum in Madrid); but metallic-cartridge Gatlings had not been invented by the stage in the Civil War.  Again, a general atmosphere of authenticity is being created (witness the number of shiny Whitworths and Gatlings which stand prominently in the foreground during dialogue sequences), and even if the details are wrong, Leone clearly takes great pleasure in photographing such a stockpile of archaic destructive technology: as the rhythm of battle accelerates, he zooms in on mortars and Gatlings, then pulls back to show their effects.”

(Routledge 1981, S. 170)



STUDIES IN THE WESTERN – Commandos on the Frontier: The Professionals, Elite Squads, and the Western Film.
Kenneth E. Hall (1954–)
Textauszug: “Like an earlier version of the Brinks armored car robbed in Boston in 1950 (see Behn), the War Wagon is armored, with guards inside and is equipped with a Gatling gun.  … Another is a log, swung from a height at the exact moment the wagon passes underneath, which reveals the turret with the Gatling gun and thus provides a means of entry into the wagon’s interior.”

(GASW, Vol. XXV 2017, 25. Jubiläumsjahresband, S. 111)
Editorische Randbemerkung:
In der Romanvorlage “Badman” (dt.: „Die Gewaltigen“) von Clair Huffaker (1926–1990), woraus dieser später das Drehbuch adaptierte, kommt eine etwaig in der Panzerkutsche installierte Gatling Gun nur gesprächsweise vor.


TELEVISION WESTERNS EPISODE GUIDE – ALL UNITED STATES SERIES, 1949 – 1996.
Harris M. Lentz III (1955–), Nachschlagewerk
Textauszüge:  “14.384 Terror at 2:00.  (…)  Ganns is a psychopath who plans to kill all participants at a public treaty-signing between the Army and the Indians.  To do so, he has smuggled a Gatling gun into a hotel room overlocking the signing site.
(McFarland 1997, S. 58)

15.1  The Gatling Gun.  (…)  The future of both Colonel Hays and the Gatling Gun are threatened when Fort Lowell is visited on an inspection trip.  (…)
(Ebd., S. 60)
44.73  The Deathly Quiet.  (…)  Bo Braddock and Con Hawkins trade the Army life for lives of crime, with the aid of sone high-powered Gatling guns.  (…)
(Ebd., S. 134)
81.80  The Gatling Gun.  (…)
(Ebd., S. 234)
84.47  The Buscaderos.  (…)  Backed by desperadoes and a Gatling gun, the bandit Drago takes over the Lancer ranch, intent to stealing local tax monies.  (…)
(Ebd., S. 242)
93.117  The Gatling Gun.  (…)  Wyatt Earp receives orders from Gen. Sherman sending him on a mission to regain one of the historic Gatling guns which is in the possession of the Nez Perce Indians.
(Ebd., S. 267)
117.49  Charge!  (…)  To the sergeants’ dismay, these particular Redmen apparently are dead set against coexistence and have a Gatling gun.
(Ebd., S. 320)
130.150  The Assailants.  (…)  Inside the crate is a Gatling gun that they have carried to town with which they plan to assassinate Senator Jim Borden.
(Ebd., S. 358)
139.14  The Great Invasion, Part One.  (…)  A former Army major is organizing a campaign to clear the landowners out of the valley with the aid of newspaper propaganda, hired killers and a Gatling gun.
(Ebd., S. 375)
142.29  The Big Gun.  (…)  Luke is carrying a Gatling gun in his stage for delivery to an Army post.  (…)
(Ebd., S. 381)
178.140  Knight of the Sun. (…)  Beth Woodfield arrives on a mission taken over from her dead father, delivering the new Gatling Gun to the troops in Mexico.
(Ebd., S. 490)


DIE U.S.-KAVALLERIE – LEGENDE UND WIRKLICHKEIT EINER MILITÄRISCHEN ELITEEINHEIT.
Dietmar Kügler (1951–2022), Sachbuch
Textauszug: „Custer lehnte auch das Angebot ab, Gatling Guns, Maschinengewehre, mitzuführen, da diese auf schwerfälligen Lafetten angebracht waren, die in dem zerklüfteten und unwegsamen Gelände nur unter großen Schwierigkeiten zu transportieren waren.“

(Motorbuch 1979, S. 296)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.  Die unter Sachkennern auch heute noch heißdiskutierte Frage, wie die Geschichte des Vernichtungsfeldzugs verlaufen wäre, hätte er die Gatling Guns dabeigehabt, bleibt indes weiterhin spekulativ.


VISIER – DER FEUERSPUCKER.
Matthias S. Recktenwald, Das internationale Waffen-Magazin
Textauszug: „Aber der Hackes-Nachbau entschädigte für all diese kleinen Mühen mit wahrhaft mörderischem Geknatter und Funkensprühen.  Ein volles Magazin ließ sich in handgestoppten sechs Sekunden durchjagen.  Reichlich Stangenmagazine oder einen Helfer mit großen Händen vorausgesetzt, erreicht die Kanone eine theoretische Feuerkraft von 200 Schuß pro Minute und kann ein ganzes Reenactor-Regiment aufhalten.  Wer dabei auf originalgetreuen, weißen Pulverrauch Wert legt, kann anstelle der normalen Nitropulver-Kartuschen auch solche mit Schwarzpulver-Füllung verwenden – wenn man das anschließend nötige Putzen der gebläuten Rohre und der Messing-Mechanik nicht scheut.“
(Vogt-Schild 9/1994, S. 92 ff.)


VISIER SPECIAL – MASCHINENGEWEHRE: DURCH DIE JAHRHUNDERTE.
Dr. David Th. Schiller (1952–), Das internationale Waffen-Magazin, Sonderheft
Textauszüge: „Der Erfinder der nach ihm bekannten Revolverkanone war wie Sam Colt, Sam Morse, Thomas Edison oder Oliver Winchester ein klassisches Beispiel für den individualistischen Selfmademan, der Amerikas Industrialisierung im 19. Jahrhundert vorantrieb und der jungen Republik zur ihrer technischen und wirtschaftlichen Vormachtstellung verhalf.“

(Vogt-Schild Mai 2007, Nr. 45, S. 12 ff.)
„Die Regisseure von Hollywood-Streifen und manchem Italo-Western haben sich einige Umstände gemacht, um die Gatlings in Szene zu setzen.  Dabei spielten die Revolverkanonen bei der Eroberung des Westens keine große Rolle.“
(Ebd., S. 19)

Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.



VISIER SPECIAL – FILMWAFFEN: EIN COLT FÜR ALLE FILME.
Matthias S. Recktenwald, Das internationale Waffen-Magazin, Sonderheft
Textauszug: „Franco „Django“ Neros MG ist ein Fake: Es ähnelt einem Mix aus Mitrailleuse und Maxim.  Der Zuführgurt sitzt zu weit hinten, drin stecken links und rechts Patronen.  Bei echten MGs läuft der Gurt durch und kommt auf einer Seite leer raus.“
(Vogt-Schild September 2008, Nr. 50, S. 16)


 



WAFFEN-SPIEGEL  – »KAFFEMÜHLEN«-SCHNELLFEUER: DIE GATLING GUN-STORY
H.J. Stammel (d.i. Heinz-Josef Stammel; 1926–1990), Zeitschriftenartikel
Textauszug: „1861 – 1961: 100 Jahre rotierende Laufbündel
Gatling-Gun Mod. 1895 im Kaliber .30-40 Krag, Serien-Nr. 1043, Dauerfeuerkadenz: 720 Schuß pro Minute.  Dies ist eine der 18 Gatlings (Nr. 1032-1049), die am 20.05.1898 an das ­‘Gatling Gun Detachment’ des 5. Armeecorps unter First Lieutenant John Henry (»Gatling«) Parker geliefert wurde.  Das 5. US-Armee Corps landete mit 17.000 Soldaten am 23./25.6.1898 unter Brigadegeneral William R. Shafter bei Daiquiri/Kuba, nachdem Spanien den USA den Krieg erklärt hatte.  (…)  1948 wurde sie von der Paramount-Film gekauft und in vielen Filmen eingesetzt.  1974 erwarb sie ein deutscher Waffenhändler, und von diesem ging sie in den Besitz von Dr. Christian Heine, Karlsruhe, über.“
(C.A. Civil Arms 3/1980, S. 40 ff.)


THE WAR WAGON.
(Die Gewaltigen).
Clair Huffaker (1926–1990), Roman
Textauszug: „Als Tawlin im Sattel saß, sagte er: »Siebenundzwanzig Männer.  Siebenundzwanzig Winchester.  Ein kleines Waffenarsenal in der Kutsche.  Mehr als fünfzig Revolver.  Mein Gott!  Sind Sie auch ganz sicher, Synder, daß man nicht auch noch eine Kanone in der Kutsche untergebracht hat?«
Synder nahm diese Frage durchaus ernst.
»Man sprach gerüchteweise davon, daß Holiday auf einer Plattform über dem hinteren Kutschkasten eine Revolverkanone montieren wollte.  Bisher hat man’s aber nicht getan.  Man nimmt wohl an, daß ihre bisherigen Sicherheitsmaßnahmen vollkommen ausreichen dürften.«  (…)“

(Heyne 1970, Heyne-Buch Nr. 2215, S. 7)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.  Im gleichnamigen Western-Film nach der Romanvorlage mit John Wayne (1907–1979) und Kirk Douglas (1916–2020) in den Hauptrollen, woraus Huffaker später das Drehbuch adaptierte, tritt die luftgekühlte Gatling Gun sehr wohl in Erscheinung.



WEAPON NO. 40 – THE GATLING GUN.
Peter Smithurst, Fachbuch
Textauszug:  “The Model 1874 gun came in two distinct configurations, one having 32in ‘musket length’ barrels and the other, the so-called ‘camel gun’, with 18in barrels.  Although no such Gatling-equipped camel corps has ever been heard of, it was certainly an intriguing and eye-catching marketing device,  (…)  Perhaps in view of the fanciful nature of this name, the shortened versions later became known as ‘bulldogs’“

(Osprey 2015, S. 24 f.)



WESTERN-GESCHICHTE 1540 BIS 1894 – CHRONOLOGIE / MYTHOLOGIE / FILMOGRAPHIE.
Joe Hembus (d.i. Josef Hembus; 1933–1985), Nachschlagewerk

Textauszüge: „Das Gatling Gun. Richard Jordan Gatling erfindet das erste Maschinengewehr, das nach ihm benannte Gatling Gun.  Die ersten Modelle werden mit einer Handkurbel betrieben und erzielen eine schnelle Schußfolge durch eine Mehrzahl (zuerst 6, dann bis zu 10) von Läufen; später wird ein einziger Lauf durch einen Munitionsgurt bedient.  Solange die Gatling Guns von Hand betrieben werden, ist die Schußfolge vom Mann an der Kurbel abhängig und reicht von 400 bis 1000 Schuß pro Minute.  Das Gatling Gun wird zuerst im Bürgerkrieg eingesetzt, dann in den Indianerkriegen.  Eine gewisse tragische Berühmtheit erlangen die vier Gatling Guns, die der ungeduldige Custer auf dem Weg zum Little Big Horn zurückläßt, da sie seinen Vormarsch aufhalten.“
(Hanser 1979, S. 239 f.)
Es gilt weiterhin:
Eine Gatling Gun ist vom Konstruktionsprinzip her weder ein Maschinengewehr noch eine Revolverkanone.
„(…)  Ebenfalls umstritten ist, ob Custer das Angebot einer Verstärkung seiner Einheit durch eine Schnellfeuer-Kanonen-Einheit und vier Kompanien der 2. Kavallerie ablehnt, und zwar mit dem Argument, erstens wären das für ihn nur Belastungen, und zweitens solle das eine Schlacht der 7. Kavallerie werden.“ (Ebd., S. 457)
Editorische Randbemerkung:
Gemeint sind jene bewußten Gatling Guns (ihre Anzahl liegt je nach Quelle bei drei bis vier) von denen man annimmt, sie hätten im Fall ihres Einsatzes bei den Kampfhandlungen mit hoher Wahrscheinlichkeit den Lauf der Geschichte maßgeblich verändert.


WESTERN MOVIES – A TV AND VIDEO GUIDE TO 4200 GENRE FILMS.
Michael R. Pitts, Nachschlagewerk
Textauszüge: “561 Cavalry Scout.  (…)  When two Gatling guns and other weapons are stolen from an Army arsenal, a civilian scout is assigned to track down the guns and their captors. (…).”

(McFarland 1986, S. 70)

1214 The Gatling Gun.  (…)  A Cavalry officer and his men must protect a gatling gun and a westward-bound family from marauding Indians. (…).”
(Ebd., S. 147)
“2715 The Red Tomahawk.  (…)  Following the massacre at the Little Big Horn, an Army captain tries to warn the citizens of Deadwood of a possible Indian attack and he uncovers four Gatling guns to hold off the marauders.  (…).”
(Ebd., S. 332)
“3158 The Siege at Red River.  (…)  During the Civil War a Confederate spy masquerades as a showman in order to steal a Gatling gun and becomes involved with a pretty Yankee nurse, a Pinkerton agent and marauding Indians.  (…).”
(Ebd., S. 387)
“3263 Something Big.  (…)  During the Mexican War outlaws battle each other for the possession of a Gatling gun.  (…).”
(Ebd., S. 399)


WESTERN NOVELS – THE GATLING SERIES.
Als Obertitel der Taschenbuchreihe ist angegeben: Featuring Authentic Automatic Weapons Actually Used In The Old West!
Jack Slade (d.i. Peter McCurtin; 1929–1997), Romane
Autorenangabe ‘Jack Slade’ ist ansonsten ein Sammelpseudonym.
  • Gatling # 1:  Zuni Gold
  • Gatling # 2:  Outlaw Empire
  • Gatling # 3:  Border War
  • Gatling # 4:  South Of The Border
  • Gatling # 5:  The War Wagon
  • Gatling # 6:  Butte Bloodbath
 Publisher:  Leisure Books 1989/90
“While the Gatling books are straight adventure novels in the tradition of the Fargo series, McCurtin indulges in some tongue-in-cheekness to explain how a man named Gatling works for the Maxim Gun Company—Maxim’s Col. Pritchett tells Gatling the only reason the Gatling Gun Company originally employed Gatling was because they were afraid he might be the illegitimate offspring of their founder.”
(Paul Bishop and Richard Prosh, zitiert nach: https://www.sixgunjustice.com/2020/03/western-novelsthe-gatling-series.html, abgerufen am 22. März 2020)
Editorische Randbemerkung:
„Gatling“ ist der Name der Serienfigur; in etwa vergleichbar mit der bei „Fargo – Der Revolvermann“ von John Benteen (d.i. Benjamin Leopold Haas; 1926–1977), als fünfzehnbändige Taschenbuchausgabe seinerzeit herausgebracht vom Pabel-Verlag.  Das Titelbild von Gatling # 3 läßt darauf schließen, daß im Verlauf der Story eine oder mehrere der Tötungsmaschinen auftauchen.  Gatling # 5 weist den gleichen Originaltitel auf wie der Western-Film THE WAR WAGON („Die Gewaltigen“) von Burt Kennedy (1922–2001) aus dem Jahr 1967 mit John Wayne (1907–1979) und Kirk Douglas (1916–2020) in den Hauptrollen.  Es handelt sich abermals um ein gepanzertes Fahrzeug, nur diesmal anstatt von Pferden gezogen, mit Hilfe eines Verbrennungsmotors [sic!] fortbewegt.
Die Reihe „Gatling“ ist damals wie heute im deutschsprachigen Raum nie erschienen.


Abbildungsnachweis
Das Bildmaterial der Buch- und Heftcover stammt aus dem Archiv von Michael Stemmer und kann anderweitig urheberrechtlich geschützt sein.

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